Wie bekannt wurde, hat die liechtensteinische Staatsanwaltschaft die Firmenzentrale der TGI AG in Vaduz durchsuchen lassen. Das Unternehmen des Goldhändlers und Austria-Sponsors Helmut Kaltenegger geriet im Zuge von Ermittlungen wegen des Verdachts auf schweren gewerbsmäßigen Betrug, Geldwäsche und möglicher Verstöße gegen das Bankengesetz ins Visier der Behörden.
Im Goldrausch
In der Reality-Doku „Eine Familie wie ein Goldrausch“ gibt es Einblicke in das luxuriöse Leben der Kalteneggers. Zwischen Bildern vom Opernballbesuch mit Deutschlands Komiker Oliver Pocher reihen sich Villen, sündteure Autos und Jachten. Sein Geld mach Helmut Kaltenegger mit Goldkäufen auf Rabattbasis. Hier kommt das Unternehmen TGI mit Sitz in Liechtenstein ins Spiel, schreibt die Krone.
Unternehmenszentrale durchsucht
Die Ermittler rückten zur Razzia an und durchsuchten die Unternehmenszentrale. Gegen mehrere Verantwortliche laufen Vorerhebungen. Zu den konkreten Vorwürfen halten sich die Behörden allerdings noch bedeckt. Für alle Betroffenen gilt die Unschuldsvermutung.
Fürs Präsidentenamt vorgesehen
Besonders brisant: Kaltenegger galt in Klagenfurt zuletzt als Retter in der Not. Mit finanzieller Unterstützung hatte er entscheidend dazu beigetragen, die Austria durch die schwierige Insolvenzphase zu bringen. Ihm wurde sogar das Präsidentenamt in Aussicht gestellt.
Verein wartet ab
Bei der Austria gibt man sich vorerst betont gelassen. Präsident Robert Micheu erklärte, man kenne die genaue Sachlage derzeit nicht. Sportfunktionär Matthias Dollinger stellte sich demonstrativ hinter den Sponsor: „Wir können über Helmut nur das Beste und Danke sagen. Bei uns wurde alles eingehalten, was er uns zugesagt hat.“
Firma hält sich bedeckt
Auch die TGI AG selbst verweist auf laufende interne und rechtliche Prüfungen. Eine ausführliche Stellungnahme wurde für die kommenden Tage angekündigt. Für die Austria bleibt nun die Hoffnung, dass die Ermittlungen keine Auswirkungen auf die Zukunft des Klubs haben. Denn ausgerechnet vor dem geplanten Neustart sorgt die Razzia beim wichtigsten Geldgeber für neue Unruhe.

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