Nach ersten Angaben wären allein in Kiew mindestens vier Menschen getötet und 58 weitere verletzt worden, wie Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram schrieb. Unter den Opfern befänden sich auch Kinder. Mehrere Wohngebäude wurden schwer beschädigt, zahlreiche Brände brachen aus. Über der Stadt stiegen am Morgen dichte Rauchwolken auf.
Wohnhaus stürzte ein – Suche nach Verschütteten läuft
Besonders dramatisch: In einem Stadtteil stürzte ein mehrstöckiges Wohnhaus nach einem Treffer teilweise ein. Einsatzkräfte suchten unter Hochdruck nach möglichen Verschütteten. Die Sorge ist groß, dass sich noch Menschen unter den Trümmern befinden.
Weitflächige Bombardements
Auch andere Regionen der Ukraine wurden getroffen. In der Stadt Dnipro kamen mindestens fünf Menschen ums Leben, weitere Dutzende wurden verletzt. In Charkiw meldeten die Behörden ebenfalls zahlreiche Verletzte nach russischen Angriffen. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe setzte Russland bei der Attacke neben Drohnen auch ballistische Raketen und Marschflugkörper ein. Zeitweise kam es in Kiew zu Stromausfällen und Problemen bei der Wasserversorgung.
Polen ist wachsam
Die Angriffe sorgen auch in den Nachbarstaaten für Alarmstimmung. Im NATO-Land Polen wurde die Luftabwehr in erhöhte Bereitschaft versetzt, Kampfjets stiegen vorsorglich auf. Bereits seit Tagen hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj vor einer neuen russischen Angriffswelle gewarnt. Nun wurden seine Befürchtungen offenbar Realität. Während die Ukraine weiter auf Unterstützung des Westens angewiesen ist, wächst die Sorge vor einer weiteren Eskalation des Krieges, der seit vier Jahren tobt.

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