Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) hat eine neue Lufttüchtigkeitsanweisung für den Airbus A380 veröffentlicht. Hintergrund sind festgestellte Risse an bestimmten Strukturkomponenten der Tragflächen, die im schlimmsten Fall Auswirkungen auf die Stabilität des Flügels haben könnten.

Insgesamt sind 16 Flugzeuge betroffen. Fünf Maschinen dürfen erst nach einer Überprüfung wieder in die Luft, während die übrigen Flugzeuge innerhalb der nächsten 25 Flugzyklen kontrolliert werden müssen.

Vor allem Emirates betroffen

Den Angaben des Branchenportals Aerospace Global News zufolge werden 15 der betroffenen Flugzeuge von der arabischen Fluggesellschaft Emirates betrieben. Die verbleibende Maschine gehört zur australischen Airline Qantas. Emirates verfügt mit Abstand über die weltweit größte Flotte des doppelstöckigen Langstreckenjets.

Wiederholt kam es in den letzten Jahren zu Problemen

Bereits im Jahr 2012 hatte die EASA Inspektionen der gesamten weltweiten A380-Flotte angeordnet, nachdem an mehreren Flugzeugen mikroskopisch kleine Risse in den Tragflächen entdeckt worden waren.

Auch 2019 sah sich die Behörde erneut veranlasst, Kontrollen bei insgesamt 25 Maschinen zu empfehlen. Die nun angeordneten Überprüfungen zeigen, dass das Thema auch Jahre später noch nicht vollständig abgeschlossen ist.

Das Ende einer Luftfahrt-Ikone

Der Airbus A380 galt lange Zeit als Symbol einer neuen Ära des Luftverkehrs. Mit seinem großzügigen Platzangebot, seiner hohen Reichweite und dem außergewöhnlichen Komfort entwickelte sich das Flugzeug zu einem echten Passagier-Liebling.

Wirtschaftlich konnte der Superjumbo jedoch nie die Erwartungen erfüllen. Der Trend der Branche ging zunehmend in Richtung kleinerer, effizienterer Langstreckenflugzeuge mit geringerem Treibstoffverbrauch und flexibleren Einsatzmöglichkeiten. 2019 wurde schließlich das Produktionsende beschlossen.