Für die Grazerin brach eine Welt zusammen. Sie war sich keiner Schuld bewusst – und hielt den Besuch zunächst fast für einen schlechten Scherz oder gar einen Betrugsversuch. Doch die Forderung war echt. Zumindest auf dem Papier.
IT-Panne bei der ID Austria
Was dann ans Licht kam, sorgt für Kopfschütteln: Der angeblich zugestellte Bescheid war bei der Betroffenen niemals angekommen – wegen einer folgenschweren IT-Panne bei der staatlichen ID Austria. Durch einen technischen Verknüpfungsfehler verschwanden Behörden-Dokumente offenbar im digitalen Nirwana.
Am Telefon abgewimmelt
Besonders brisant: Als sich die Frau an die Hotline wandte, wurde ihr zunächst selbst die Schuld gegeben. Sie habe den Bescheid wohl „übersehen“, hieß es. Alles sei korrekt zugestellt worden. Die Steirerin blieb hartnäckig – und sollte recht behalten.
Prüfung sorgte für Erleichterung
Denn nicht nur die Zustellung war offenbar fehlerhaft. Wie sich später herausstellte, war auch der Inhalt des Bescheids falsch. Der Vorwurf, sie habe ihr Einkommen nicht korrekt versteuert, hielt einer Prüfung nicht stand. Das bedeutet: Die 10.000-Euro-Forderung war komplett unbegründet. Der Vorwurf, dass meine Mandantin ihr Einkommen nicht korrekt versteuert habe, war einfach falsch”, sagt Anwalt Christian Horwath der Kleinen Zeitung nach dem Happy End.

Kommentare
Lädt Kommentare...