Schon im März des Vorjahres machten Kanufahrer auf Gran Canaria eine grausige Entdeckung. In einer abgelegenen Schlucht lag eine tote Frau in einem Naturpool. Lange blieb unklar, um wen es sich handelt.
Erst jetzt konnte bestätigt werden, dass es Annabella Lovas ist. Die Identifizierung war äußerst schwierig. Fingerabdrücke konnten nicht mehr genommen werden. Schließlich brachte ein Backenzahn die entscheidende Spur. Das Gebiss sei so individuell wie ein Fingerabdruck und weise einzigartige Merkmale auf. Zudem gehöre es zu den widerstandsfähigsten Bestandteilen des Körpers gegenüber Witterungs- und Umwelteinflüssen, erklärte der Polizeichef gegenüber der Tageszeitung „El Periódico“.
Grausige Details werfen Fragen auf
Die Umstände des Fundes sind erschütternd. Lovas lag kopfüber im Wasser, von der Taille abwärts nackt. Der Körper war bereits stark verwest, was darauf hindeutet, dass sie schon mehrere Monate tot war.
Wie es zu ihrem Tod kam, ist weiterhin unklar. Ermittler gehen derzeit davon aus, dass sie möglicherweise von einer Sturzflut überrascht und in die Schlucht gespült wurde. Es wird aber auch nicht ausgeschlossen, dass sie an einem anderen Ort ums Leben kam.
Hinweise auf schwierige letzte Monate
Mehreren Medienberichten zufolge soll Lovas vor ihrem Tod in einer schwierigen Lebensphase gewesen sein. Sowohl ein Unfall als auch ein Suizid gelten als mögliche Todesursachen. Die Polizei hat die Ermittlungen inzwischen eingestellt.
Die Moderatorin war durch die ungarische Version von „Bachelor“ bekannt geworden. Nach einer Krebserkrankung zog sie nach Gran Canaria. Die Krankheit soll auch psychische Probleme ausgelöst haben.

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