In exxpress live diskutierten am Montag, dem 11. Mai 2026, exxpress-Herausgeberin Eva Schütz und Politikexperte Ralph Schöllhammer – moderiert von Volker Piesczek. Ausgangspunkt: ein exxpress-Bericht über die Donauinsel als No-Go-Area. Was daraus wurde, war eine Debatten über Islamisierung, Schulrealität und den Preis des Wegschauens.

„Das ist eine gewaltlose Form der ethnischen Säuberung"

Ralph Schöllhammer nimmt kein Blatt vor den Mund. Was auf der Donauinsel passiere – Österreicher werden aus Grillzonen verdrängt, im FKK-Bereich gibt es Übergriffe, heimliches Filmen, auch von Kindern – sei kein Einzelfall, sondern ein Muster. Und der öffentliche Raum sei nur der sichtbarste Austragungsort.

Schöllhammer zitiert das Profil – kein rechtes Medium, wie er betont: In Wiener Volksschulen gibt es bereits Klassen ohne einen einzigen österreichischen Schüler. Mädchen ohne muslimischen Hintergrund tragen Kopftuch – nicht aus Überzeugung, sondern unter sozialem Druck. „Die sogenannte Assimilation findet statt”, sagt er. „Nur in die falsche Richtung.” Und dann, mit einer Schärfe, die im Raum hängen bleibt: „Was hier passiert, ist eine gewaltlose Form der ethnischen Säuberung.”

Eva Schütz ergänzt – nüchtern, aber nicht weniger klar. Schulen, die kein Schweinefleisch mehr anbieten, weil der Druck zu groß geworden ist. Salafistische Strömungen, die erstarken. Eine Mehrheitsbevölkerung, die aus falsch verstandener Toleranz schweigt. „Man fürchtet sich”, sagt sie. Und diese Feigheit habe System – und Konsequenzen.

Was Großbritannien lehrt – und warum das kein rechtes Thema mehr ist

Der Blick nach England ist für beide eine Zeitreise in eine mögliche österreichische Zukunft. Bei den Kommunalwahlen fährt Nigel Farages Reform UK massive Gewinne ein, selbst in ehemaligen Labour-Hochburgen. Keir Starmer spricht von einer „harten Botschaft”. Schöllhammer sieht das europäische Muster dahinter: Überall, wo gewählt wird, entscheidet Migration. „Die Menschen haben das Gefühl, ihre Heimat zu verlieren – und das zeigen sie an der Wahlurne.”

Was ihn besonders beschäftigt: Es ist längst kein rechtes Phänomen mehr. Selbst unter Grün-Wählern spricht sich die Mehrheit gegen die aktuelle Migrationspolitik aus. Wer das noch als rechts etikettiere, sagt Schöllhammer, verliere den Kontakt zur Realität. „Du musst weder konservativ noch sozialistisch sein, um nicht wollen, dass drei Kinder erstochen werden.”

Eva Schütz benennt den entscheidenden Hebel: Solange Rückführungsabkommen scheitern, müsse man über Sozialleistungen steuern. Wer weniger bekommt, geht dorthin, wo mehr geboten wird. Dazu kommt eine Zahl, die sie nicht loslässt: 51 Prozent der neu vergebenen österreichischen Staatsbürgerschaften gehen an Bürger aus dem Iran, Syrien, Afghanistan und der Türkei. „Ich kann das nicht nachvollziehen”, sagt sie.
Schöllhammer bringt es auf den Punkt, der für ihn alles zusammenfasst: „Der Migrant hat einen Plan B. Er kann zurück. Wir nicht. Das ist unser einziges Land.”

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