In einem nur sieben Sätze langen Posting sollen dem Staatssekretär gleich 18 Fehler unterlaufen sein. Rechtschreibung, Grammatik und Satzzeichen – kaum ein Bereich blieb dabei verschont. Auslöser des Wortgefechts war ein Social-Media-Beitrag von Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP). Darin kritisierte er Schellhorns Rolle bei den Verhandlungen zur Reformpartnerschaft, berichtet die Tageszeitung Heute.

Der ÖVP-Politiker erklärte, er habe den Neos-Staatssekretär bei den Gesprächen “nicht einmal gesehen”. Reformen müssten endlich bei den Menschen und in der Wirtschaft ankommen, forderte Wallner – und legte mit einer spitzen Frage nach: „Sepp, wo bist du?“

Gegenschlag geht nach hinten los

Schellhorn ließ die Kritik nicht unbeantwortet und meldete sich persönlich in den Kommentaren zu Wort. Doch statt eines politischen Konters sorgte vor allem die Form seines Beitrags für Aufsehen.

Mehrere Rechtschreib-, Grammatik- und Satzzeichenfehler machten den Kommentar rasch zum Gesprächsthema. Besonders auffällig waren Schreibweisen wie „du weisst“ oder „erziehlen“ sowie zahlreiche fehlende oder falsch gesetzte Satzzeichen.

Der Kommentar wurde in der Folge genau unter die Lupe genommen. Neben mehreren Rechtschreibfehlern wurden auch Grammatik-, Ausdrucks- und Zeichensetzungsfehler beanstandet. Ausgerechnet mit dem englischen Wort „SAD“ endete der Beitrag – ein Schluss, der den Spott in sozialen Netzwerken zusätzlich anheizte.

Nicht der erste Aufreger

Für Schellhorn ist es nicht die erste Kontroverse seiner Amtszeit. Bereits in den vergangenen Monaten sorgte der Neos-Staatssekretär unter anderem mit der Debatte um sein Dienstauto sowie um einen umstrittenen NS-Vergleich für Schlagzeilen.

Mit dem missglückten Instagram-Kommentar kommt nun ein weiteres Kapitel hinzu – diesmal allerdings nicht wegen seiner Politik, sondern wegen seiner Orthografie.

Statt über Reformen und Bürokratieabbau wurde am Ende vor allem über Rechtschreibung diskutiert. Der eigentliche politische Schlagabtausch zwischen Wallner und Schellhorn rückte damit in den Hintergrund – und die Schreibfehler des Staatssekretärs wurden zum eigentlichen Aufreger des Tages.