In der US-Stadt Iowa City im Bundesstaat Iowa ist es in der Nacht auf Sonntag zu einem Schusswaffenvorfall nahe der University of Iowa gekommen. Nach Angaben der Polizei waren Beamte kurz vor 2.00 Uhr Ortszeit wegen einer „großen Schlägerei“ alarmiert worden. Als die Einsatzkräfte eintrafen, hörten sie Schüsse. Mehrere Verletzte wurden mit Schusswunden in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Gewalt eskaliert im Ausgehviertel

Der Vorfall spielte sich nicht in einem Hörsaal ab, sondern in einem belebten Nachtleben-Viertel in unmittelbarer Nähe zur Universität. Betroffen war der Bereich rund um die East College Street – ein beliebter Treffpunkt mit Bars, Restaurants und vielen Studenten. Gerade dort geriet die Lage in der Nacht offenbar völlig außer Kontrolle.

Die University of Iowa verschickte kurz nach dem Vorfall eine Warnmeldung. Darin hieß es, es gebe „bestätigte Opfer“, Rettungskräfte seien vor Ort, der Bereich solle weiterhin gemieden werden. Später teilte die Universität mit, dass drei Studenten der University of Iowa unter den Verletzten sind.

Fünf Verletzte, ein Opfer in kritischem Zustand

Während zunächst nur von mehreren Verletzten die Rede war, verdichteten sich später die Angaben auf fünf Verletzte. Berichten zufolge befindet sich eine Person in kritischem Zustand. Offiziell bestätigt ist außerdem, dass drei der Opfer Studenten der Universität sind. Ob alle Verletzten einen Bezug zur Hochschule haben, war zunächst noch unklar.

Nach Angaben der Universität gibt es bislang keine Hinweise, dass die Studenten gezielt angegriffen wurden. Vielmehr spricht derzeit alles dafür, dass sie in die Eskalation hineingerieten, als die Situation in der Innenstadt außer Kontrolle geriet.

Täter weiter auf der Flucht

Besonders brisant: Auch Stunden nach dem Vorfall gab es noch keine Festnahme. Die Polizei ermittelt mit Hochdruck und bittet Zeugen sowie Personen mit Video- oder Fotoaufnahmen um Hinweise. Der Schütze oder die Schützen sind weiterhin flüchtig.

Der Fall sorgt weit über Iowa hinaus für Aufsehen. Wieder einmal zeigt sich in den USA, wie schnell eine nächtliche Auseinandersetzung in bewaffnete Gewalt umschlagen kann – mit dramatischen Folgen auch für Unbeteiligte.