Voraussetzung dafür: Die Athletiker müssen in der restlos ausverkauften Raiffeisen Arena zumindest mehr Punkte holen als Verfolger Sturm Graz zeitgleich in Hartberg.
Nach dem Cup-Triumph gegen Altach winkt dem Team von Trainer Dietmar Kühbauer damit sogar das Double – und das wenige Monate nach einem völligen Fehlstart in die Saison. Noch im Oktober lag der LASK auf dem vorletzten Tabellenplatz, nun fehlen möglicherweise nur noch 90 Minuten zum ganz großen Coup.
Kühbauer vor Karriere-Höhepunkt
Für Trainer Dietmar Kühbauer könnte sich ein langer Weg endgültig auszahlen. Nach zwei Cupsiegen steht der Burgenländer vor seinem bislang größten Erfolg als Coach.
„Wir müssen am Anschlag spielen, für Salzburg ist es die letzte Chance“, erklärte Kühbauer vor dem Gipfeltreffen mit den „Bullen“.
Tatsächlich steht Red Bull Salzburg massiv unter Druck: Vier Punkte Rückstand auf den LASK bei nur noch zwei ausstehenden Runden bedeuten, dass die Mozartstädter in Linz unbedingt gewinnen müssen, um ihre Titelchance zu wahren.
LASK in Topform
Die Oberösterreicher gehen mit breiter Brust in den Showdown. Seit sieben Spielen ist der LASK ungeschlagen, dazu kommt der emotionale Cup-Sieg gegen Altach nach Verlängerung. Mit 19 Treffern in der Meistergruppe stellt der LASK die stärkste Offensive der Liga. Allein in den vergangenen drei Spielen erzielten die Linzer zwölf Tore.
Auch zuhause ist der LASK eine Macht: Neun Siege und drei Remis in 15 Heimspielen bedeuten den besten Wert der Liga.
US-Verteidiger George Bello, Torschütze im Cupfinale, gibt sich vor dem möglichen Meisterstück betont ruhig: „Wir sind nicht nervös, mehr aufgeregt. Es ist ein sehr wichtiges Spiel für uns.“
Fokus nur auf das eigene Spiel
Während viele Fans auch gespannt nach Hartberg blicken werden, wo Sturm Graz gegen den TSV Hartberg antreten muss, will man beim LASK davon nichts wissen.
„Wir müssen auf uns schauen, können kein Spiel auf einem anderen Platz beeinflussen“, stellte Kühbauer klar. Auch Stadiondurchsagen aus Hartberg brauche es aus seiner Sicht nicht.
Der Cupsieg scheint zusätzliche Energie freigesetzt zu haben. Beim jüngsten 3:1 gegen Rapid zeigte der LASK vor allem nach der Pause seine ganze Klasse.
Salzburg will Partycrasher spielen
Salzburg reist dennoch mit klarer Mission nach Linz. Trainer Daniel Beichler kündigte an, alles investieren zu wollen, um das Titelrennen noch einmal völlig offen zu machen.
„Wir fahren nach Linz, um dort zu gewinnen und aus einem Zweikampf wieder einen Dreikampf zu machen“, sagte Beichler.
Die Erinnerungen an die jüngsten Duelle könnten unterschiedlicher kaum sein: Während Salzburg beim Trainerdebüt Beichlers deutlich mit 5:1 gewann, revanchierten sich die Linzer in der Meistergruppe mit einem spektakulären 3:2-Auswärtssieg inklusive Last-Minute-Tor von Xavier Mbuyamba.
Meisterteller steht bereit
Wie der ORF berichtet, ist die Bundesliga für alle Fälle vorbereitet: Meisterteller und Medaillen stehen in Linz bereit, auch Liga-Vorstand Christian Ebenbauer wird auf der Gugl erwartet. 19.000 Fans werden die Raiffeisen Arena füllen, zusätzlich ist ein gemeinsamer Fanmarsch vom Linzer Hauptplatz geplant.
Sollte die Entscheidung am Sonntag noch nicht fallen, könnte es wie im Vorjahr zum dramatischen Finale am letzten Spieltag kommen. Dann wären sogar drei Meisterteller gleichzeitig in Wien, Graz und Salzburg im Einsatz.

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