Besonders für Aufsehen sorgt aktuell ein Video eines Kinderarztes, das sich rasant verbreitet. Seine klare Botschaft: „Leute, wir müssen reden – und Triggerwarnung, es könnte euch schlecht werden.“
Darin nimmt er mehrere Plakate der Tedi-Kampagne auseinander. Zu sehen sind unter anderem Kinderspielzeug und Sandalen – kombiniert mit Slogans wie „Damit rappelt’s in der Kiste“, „Reinstecken und beglücken“ oder „Endlich wieder draußen rummachen“.
Für den Mediziner ist klar: Das sei kein Zufall. „Wer auch immer das erschaffen hat, hat sich ganz bewusst für eine sexuell aufgeladene Doppeldeutigkeit entschieden“, sagt er. Besonders brisant: Die Werbung hängt teils direkt im Umfeld von Kinderprodukten.
Sein Urteil fällt vernichtend aus: „Das ist ein ganz anderes Level von abstoßend.“
Empörung im Netz: „Das ist Verantwortungslosigkeit“
Nutzer sprechen von „grenzüberschreitender Werbung“ und „völliger Verantwortungslosigkeit“. Einige fordern sogar einen Boykott des Discounters.
Die Influencerin Carina Wohlleben hatte die Debatte zuvor ins Rollen gebracht und kritisiert vor allem die Wirkung solcher Botschaften: Es handle sich nicht um harmlose Witze, sondern um eine schleichende Sexualisierung – auch im Kontext von Kindern.
„Die Zeiten, in denen man sowas einfach hinnimmt, sind vorbei“, stellt sie klar.
Tedi bleibt gelassen – „Humor ist subjektiv“
Beim Unternehmen selbst sieht man die Sache deutlich entspannter. Laut Watson verteidigt Tedi die Kampagne als bewussten Einsatz von „humorvollen Wortspielen“ und „augenzwinkernden Botschaften“.
Man habe sogar viele positive Rückmeldungen erhalten. Dass die Sprüche auch anders verstanden werden könnten, räumt man zwar ein – eine Entschuldigung gibt es jedoch nicht.
Vielmehr betont der Discounter: „Humor ist subjektiv.“
Für Kritiker reicht das nicht. Im viralen Video wird Tedi direkt aufgefordert, nachzubessern: Das bisherige Statement sei „verharmlosend“ und gehe „überhaupt nicht klar“. Die Forderung: Kampagne stoppen und zurückziehen.

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