Nachdem der Film in Deutschland keine Altersfreigabe der FSK erhielt und damit kaum in Kinos oder bei Streamingdiensten zu sehen ist, stellte Musk ihn für zwei Tage kostenlos auf seiner Plattform X online. Für Boll ein PR-Coup. Der Regisseur hatte Musk persönlich um Hilfe gebeten – mit Erfolg.
Straftäter mit Migrationshintergrund im Visier
Im Mittelpunkt des Films steht ein ehemaliger Soldat, der nach brutalen Gewalttaten auf eigene Faust Jagd auf Straftäter mit Migrationshintergrund macht. Kritiker werfen Boll vor, Selbstjustiz zu verherrlichen und Stimmung gegen Migranten zu schüren. Die FSK verweigerte deshalb eine Freigabe und verwies neben drastischen Gewaltszenen auch auf die mögliche aufhetzende Wirkung.
Regisseur weist Vorwürfe zurück
Boll weist die Vorwürfe in der NZZ zurück. Sein Film solle nicht zur Gewalt aufrufen, sondern vor einer Eskalation der gesellschaftlichen Lage warnen. Er sehe sein Werk in der Tradition klassischer Rächerfilme wie „Dirty Harry“ oder „Death Wish“. Dass rechte Kreise den Film feiern, könne er nicht verhindern. „Ich kann nicht kontrollieren, wer mich gut findet“, sagt der Regisseur.
Klare politische Ansichten
Politisch zeigt sich Boll selbst enttäuscht von der deutschen Migrationspolitik. Straftäter würden seiner Ansicht nach zu lasch behandelt. Wer schwere Gewaltverbrechen begehe oder islamistische Ideologien vertrete, müsse das Land verlassen. Gleichzeitig betont der frühere SPD-Wähler, er lasse sich von keiner politischen Seite vereinnahmen. Kaum ein anderer Film sorgt derzeit für ähnlich hitzige Debatten. Und dank Elon Musk dürfte „Citizen Vigilante“ nun mehr Zuschauer erreichen als jemals zuvor.

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