Operation DAEDALUS26 – so der Codename des Einsatzes – war kein kleiner Ausflug. Im Schnitt standen 1.004 Soldaten täglich im Einsatz, davon 968 im Präsenzdienst. Dazu flogen Eurofighter EF2000, Black Hawks, Kiowa-Hubschrauber und weitere Militärmaschinen zur Luftraumüberwachung über dem Schweizer Skiort. Die vorläufigen Kosten: rund 700.000 Euro allein für den Personalaufwand, weitere 570.000 Euro für Sachmittel – insgesamt also über 1,2 Millionen Euro. Und die Endabrechnung steht noch aus.

Die Schweiz teilt die Kosten – Österreich nicht

Besonders brisant ist der Vergleich mit der Schweiz: Dort übernimmt das WEF seit 2004 die Hälfte der erhöhten Sicherheitskosten. Für Österreich gilt das nicht – und laut Verteidigungsministerium wurden darüber bislang nicht einmal Gespräche geführt, weder mit dem WEF-Veranstalter noch mit dem Schweizer Bund. Auf die Frage, warum das so ist, verweist das Ministerium lediglich auf frühere Anfragebeantwortungen.

Grundlage des Artikels ist die Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage des FPÖ-Abgeordneten Thomas Spalt, die das Verteidigungsministerium Ende April 2026 veröffentlichte.