Am Sonntag wird die Song-Contest-Woche eröffnet. Damit startet ein siebentägiger Großeinsatz für die Wiener Polizei. „Täglich werden mehrere hundert Beamte im Einsatz sein“, sagte Landesvizepolizeipräsident Dieter Csefan bei einer Pressekonferenz. Platzverbote sind in Vorbereitung und werden zumindest an den Veranstaltungstagen in Kraft sein. Protestaktionen erwartet die Exekutive vor allem von Pro-Palästina-Aktivisten.

16.000 Personen werden durchleuchtet

Einige Versammlungen sind bereits angemeldet. Das kann sich allerdings verändern, denn die Frist für die Anmeldung einer Demonstration endet immer 48 Stunden davor. Die Garantie eines hohen Sicherheitslevels in und rund um die Stadthalle ist die größte Herausforderung. „Dafür müssen unter anderem rund 16.000 Menschen sicherheitspolizeilich überprüft werden“, sagte Csefan.

Warnmeldungen geben Ausschlag

„Wir bekommen von der Security eine Warnmeldung betreffend einer bestimmten Person und geben diese an den Veranstalter weiter. Dieser muss dann entscheiden, ob er die betreffende Person weiterbeschäftigt oder nicht”, erläuterte Csefan. Es habe bereits einige Warnmeldungen gegeben. Etwa wegen Vorstrafen aber auch aufgrund politischer Aktivitäten, was von der Direktion für Staatsschutz/Nachrichtendienste überprüft wird. Sind die Warnmeldungen entsprechend konkret, soll die betreffende Person das Umfeld des Song Contests verlassen.

"Latente Gefahr für Anschläge" und Drohnenverbot

Die Terrorwarnstufe bleibt wie bisher auf dem zweithöchsten Level. “Es gibt eine latente Gefahr für Anschläge, aber keine konkreten Hinweise”, sagte Csefan. Ein wichtiger Punkt ist auch, dass um die drei Hauptveranstaltungsorte – Stadthalle, Rathausplatz und Prater – eine sogenannte Geozone, eine 1,5 Kilometer-Zone im Radius um die Veranstaltungen, eingerichtet wurde. Innerhalb dieser gibt es ein absolutes Flugverbot auch für Minidrohnen unter 250 Gramm.