Die sogenannte “Smart-Dusche” soll helfen, den Wasserverbrauch deutlich zu reduzieren. Nach Abschluss der Testphase kostet eine Dusche von weniger als einer Minute rund einen Euro.

Bezahlt wird entweder per QR-Code mit dem Smartphone oder mit Münzen. Allerdings akzeptiert der Automat nur bestimmte Münzwerte – Wechselgeld gibt es keines. Vor allem die Zahlung per Smartphone stößt bei vielen Badegästen auf Kritik. Wer sein Handy zum Duschen mitnehmen muss, riskiere Wasserschäden oder Diebstahl, befürchten zahlreiche Urlauber.

In sozialen Netzwerken machen viele ihrem Ärger Luft. Einige sehen in dem Pilotprojekt den Beginn einer Entwicklung, bei der Urlauber künftig für immer mehr Leistungen am Strand bezahlen müssen.

Kampf gegen die Wasserknappheit

Hinter dem Projekt steckt jedoch ein ernstes Problem. Spanien leidet seit Jahren unter zunehmender Trockenheit und sinkenden Wasserreserven.

Die von zwei Ingenieuren entwickelte Anlage soll deshalb dazu beitragen, den Wasserverbrauch an den Stränden besser zu kontrollieren. Die erste Smart-Dusche wurde am mehr als vier Kilometer langen Strand von Matalascañas installiert und wird derzeit von der Gemeinde Almonte getestet.

Die Wasserknappheit hat viele spanische Urlaubsregionen bereits zu drastischen Maßnahmen gezwungen. In einigen Orten wurden Strandduschen zeitweise komplett abgeschaltet, andernorts standen lediglich Fußduschen zur Verfügung.

Nach einem vergleichsweise niederschlagsreichen Winter hat sich die Lage in einigen Regionen zwar etwas entspannt, dennoch bleibt der sparsame Umgang mit Wasser ein zentrales Thema.

Kommt das Modell auch an andere Strände?

Noch handelt es sich um einen Testbetrieb. Sollte sich das System bewähren, könnte es künftig auch an anderen spanischen Stränden eingeführt werden.

Für Urlauber bedeutet das möglicherweise eine Umstellung: Wer sich nach dem Bad im Meer abduschen möchte, braucht künftig nicht nur ein Handtuch – sondern unter Umständen auch ein Smartphone oder passendes Kleingeld.