Der Bericht über die britischen Grooming Gangs sorgt für Entsetzen. Vor allem die Opferprotokolle darin zeigen das volle Ausmaß des Skandals. Mädchen berichten von Vergewaltigungen, Drogen, Gewalt, Schwangerschaften – und von Behörden, die laut Report nicht retteten, sondern wegschauten.
Der Report wurde von dem britischen Abgeordneten Rupert Lowe initiiert. Lowe ist überdies Gründer der Partei Restore Britain. Finanziert wurde der Bericht von mehr als 20.000 Unterstützern. Die Missbrauchsüberlebende Sammy Woodhouse leitete das Untersuchungsteam.
250 000 Opfer Neuer Bericht Wirft Fragen Zu Muslimischen Taeternetzwerken Auf
13 Jahre alt – niemand griff ein
Der Fall „Chloe” ist besonders erschütternd. Mit etwa 13 Jahren berichtete sie Sozialdiensten, von Gruppen muslimischer Männer missbraucht zu werden. Die Reaktion: kein Schutz. Ein Gespräch über Verhütung.
Eine Sozialarbeiterin brachte sie regelmäßig in eine Klinik. Befund: Chlamydien in Hals und Vagina, Gonorrhö, Genitalwarzen, Beckenentzündung. Weder Sozialarbeiter noch Klinikpersonal meldeten es. Keine Anzeige.
Schon zuvor soll Chloe als Zwölfjährige nach einer Vergewaltigung mit schwersten Verletzungen eine Notaufnahme aufgesucht haben. Sie wurde behandelt und entlassen. Ohne eine einzige Frage nach den Verletzungen.
Als ein Sozialarbeiter sie schließlich auf die laufende Ausbeutung ansprach, hatte er einen Vorschlag: Die Produzenten der Seifenoper „Emmerdale” suchten eine Schauspielerin für die Rolle eines Missbrauchsopfers. Ob sie vorsprechen wolle – angesichts ihrer „Erfahrung.”
Chloe lief weg. Sie wurde sechs Monate lang quer durch Großbritannien verschleppt.
„Prostituierte“ statt Opfer
Die Polizei fand Chloe mehrfach in Autos mit erwachsenen Männern. Statt die Männer zu befragen, wurde sie laut Report als „Prostituierte“ eingestuft.
Chloe sagte selbst: Sie wisse nicht einmal, was „Consent” – sexuelle Zustimmung – bedeute.
„Seien Sie froh, dass Ihr Kind eine andere Kultur kennenlernt“
„Fiona“ kam mit 13 in ein Heim. Täter warteten laut Report vor dem Gebäude, sprachen mit Mitarbeitern, riefen dort an.
Als ihre Mutter der Polizei von Missbrauch durch „asiatische Männer“ berichtete, wurde sie zurechtgewiesen: Das dürfe sie nicht sagen – das sei rassistisch. Sie solle froh sein, dass ihr Kind eine andere Kultur kennenlerne.
Ein Polizist brachte Fiona danach in ein Haus zurück, in dem Missbrauch stattfand. Er sagte den Männern, sie sollten „Spaß mit ihr“ haben. Später versuchten die Täter, Fiona nach Kaschmir zu bringen. Verhindert wurde das nur, weil sie keinen Pass hatte.
„White trash“ und „Kuffar“
Der Report beschreibt ein landesweites Muster. Mädchen wurden zunächst mit Alkohol, Drogen und Aufmerksamkeit abhängig gemacht. Dann abgeholt – von Schulen, Heimen, Straßen. Per Taxi zu Wohnungen, Hotels, Restaurants.
Dort wurden sie missbraucht, weitergereicht, gefilmt, erpresst. Viele wurden schwanger. Täter beschimpften sie als „white trash“ oder „Kuffar“ – minderwertige Nichtmuslime.
„Für mich war es, als würde ich mit dem Teufel streiten"
Die Überlebende Dr. Ella Hill – heute Ärztin, ihr Name ist ein Pseudonym – schilderte in ihrer Aussage, die in die offizielle britische Untersuchungskommission IICSA aufgenommen wurde, die Ideologie ihrer Peiniger – in deren eigenen Worten: „Weiße Mädchen sind Abfall. Sie sind alle Huren. Sie sind niedriger als Sche… unter deiner Schuhsohle. Sie gehorchen Allah nicht, also verdienen sie Strafe. Sie sollten als Strafe dafür vergewaltigt werden. Kaffir-Mädchen sind wertlos. Sex mit einem Kaffir-Mädchen zählt nicht als Ehebruch.“
Ihnen zufolge seien blonde Mädchen böser – weil man in Pakistan blonden Frauen Hexerei nachsage. Als Dr. Hill in einem Restaurant einen Kellner anblickte, wurde sie danach zur Gruppenvergewaltigung gebracht. Denn eine Frau, die einen fremden Mann ansieht, signalisiere damit ihr Einverständnis.
„Vielmals wurde mir gesagt, der Koran befehle: ‚Wenn eine deiner Frauen dir nicht gehorcht, schlag sie.’ Dieses Zitat wurde mir oft genannt, bevor sie mich schlugen.“
Den Tätern zufolge seien Mädchen ab dem Einsetzen der Periode – ab etwa elf Jahren – für den Sex bereit. Als Dr. Hill ein Kopftuch trug, um sich zu schützen, rissen die Männer es ihr vom Kopf und vergewaltigten sie erneut.
Als sie zu fliehen versuchte: „Sie sagten mir, ich hätte ihre Ehre beleidigt, weshalb sie mein Blut vergießen müssten. Sie taten es.“ Und: „Jedes Mal, wenn sie Koranverse zitierten, war es sehr schwer zu widersprechen. Für sie war es, als würde ich mit Gott streiten. Für mich war es tatsächlich so, als würde ich mit dem Teufel streiten.”
100 Nummern – keine Ermittlung
„Taylor“ schätzt, von rund 100 Männern missbraucht worden zu sein. Manchmal in einer einzigen Nacht an bis zu zehn weitergereicht.
Sie erstattete Anzeige: zwanzig Seiten, über hundert Telefonnummern der Täter. Dazu Nachrichten, in denen Männer drohten, ihre Mutter zu vergewaltigen, ihren Vater zu verprügeln, das Familienhaus niederzubrennen.
Die Polizei ermittelte nicht.
Als ihr Vater Beamte auf seinen Verdacht ansprach, lautete die Antwort: Es gebe nichts zu tun. Seine Tochter habe schließlich „zugestimmt.“
600 bis 700 Täter – kein Schutz
„Michelle“ wurde ab 13 von drei erwachsenen pakistanischen Brüdern gegroomt. Mit 14 in einem Haus eingesperrt, geschlagen, vergewaltigt. Als sie aussagen sollte, brachte einer der Täter sie zur Polizei. Die Beamten akzeptierten ihn als „appropriate adult“ – als offizielle Begleitperson für das minderjährige Mädchen. Zweck: Sie sollte die Aussage zurückziehen.
Michelle sagt laut Report, sie sei innerhalb von drei Jahren von 600 bis 700 Männern vergewaltigt worden. Viermal wurde sie als Kind schwanger.
Über die Täter: „98 Prozent waren pakistanische Muslime. Wenn nicht, waren sie irakische Muslime oder Kurden.“

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