Am 12. August schiebt sich der Mond vor die Sonne. Auch in Österreich wird das Naturschauspiel außergewöhnlich gut sichtbar sein. In Wien werden laut der Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie mehr als 89 Prozent der Sonnenscheibe vom Mond verdeckt. Im Westen Österreichs kann der Bedeckungsgrad sogar rund 90 Prozent erreichen.
Besonders spektakulär: Die Sonnenfinsternis ereignet sich kurz vor Sonnenuntergang. Experten empfehlen daher einen Standort mit freiem Blick Richtung Westen, da Gebäude, Hügel oder Bäume die Sicht auf die tief stehende Sonne leicht verdecken können.
Wer eine totale Sonnenfinsternis erleben möchte, muss allerdings nach Spanien oder Island reisen. Wie Münchner Merkur berichtete, wird sich dort der Himmel vollständig verdunkeln – die erste totale Sonnenfinsternis über Europa seit 1999.
Perfekte Bedingungen für die Perseiden
In derselben Nacht erreicht auch der bekannteste Sternschnuppenstrom des Jahres seinen Höhepunkt. Die Perseiden sorgen jedes Jahr für zahlreiche Sternschnuppen am Nachthimmel. Weil am Tag der Sonnenfinsternis Neumond ist, stört 2026 kein helles Mondlicht die Beobachtung. Die Nacht vom 12. auf den 13. August gilt daher als besonders vielversprechend.
Astronomen erwarten die höchste Aktivität der Perseiden am Morgen des 13. August. Wer einen möglichst dunklen Beobachtungsort aufsucht, kann zahlreiche Sternschnuppen pro Stunde entdecken.
Fast totale Mondfinsternis Ende August
Nur gut zwei Wochen später folgt bereits das nächste Himmelsspektakel. Am 28. August tritt der Mond tief in den Erdschatten ein. Die partielle Phase beginnt gegen 4.30 Uhr morgens.
Für Beobachter in Österreich gibt es allerdings einen kleinen Wermutstropfen: Der Mond geht bereits kurz vor der maximalen Verfinsterung unter. Sichtbar ist daher vor allem die erste Phase des Ereignisses, bevor der Erdtrabant am Horizont verschwindet.
Auch die Sommermilchstraße begeistert
Neben den großen Ereignissen lohnt sich auch in den übrigen Sommernächten der Blick nach oben. Die Sommermilchstraße ist von Juni bis September sichtbar, leuchtende Nachtwolken können noch bis August erscheinen. Zudem prägt das sogenannte Sommerdreieck mit den hellen Sternen Vega, Deneb und Altair den Nachthimmel.
Experten warnen vor Blick in die Sonne
Während Sternschnuppen und Mondfinsternisse gefahrlos mit bloßem Auge beobachtet werden können, gilt bei der Sonnenfinsternis besondere Vorsicht. Gegenüber dem Münchner Merkur warnt der Göttinger Augenarzt Hans Hoerauf, dass selbst bei teilweise verdeckter Sonne gefährliche UV-Strahlen auf die Netzhaut treffen können. Spezielle Sonnenfinsternis-Brillen seien deshalb unverzichtbar, da bleibende Augenschäden drohen.

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