Zwei verurteilte Sexualstraftäter, fünf missbrauchte Mädchen, insgesamt 58 Jahre Haft: Der Fall aus Nordengland sorgt für Entsetzen. Doch was jetzt bekannt wird, bringt viele Briten endgültig zur Weißglut.

Denn wie GB News unter Berufung auf eine Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz berichtet, wurden für die Verteidigung der beiden Täter insgesamt 149.888 Pfund aus dem britischen Legal-Aid-System bezahlt – umgerechnet rund 175.000 Euro Steuergeld.

Das bedeutet: Während der Staat die Opfer jahrelang nicht schützen konnte, finanzierte er später auch noch die Anwälte der Täter.

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Sex-Partys, Zwang, Missbrauch – und der Staat zahlt

Die beiden Cousins Mansour Hussein und Imtiaz Ali wurden im Dezember zu insgesamt 58 Jahren Haft verurteilt. Sie hatten über Jahre hinweg fünf Mädchen im Alter von 13 bis 16 Jahren manipuliert, missbraucht und ausgebeutet.

Besonders brisant: Laut Bericht organisierte Ali mehrere „Sexpartys“, bei denen weitere Männer Zugang zu den Opfern erhielten. Er begann mit dem Missbrauch kurz nach seiner Ankunft aus Pakistan.

Für seine Verteidigung wurden rund 83.000 Euro übernommen. Sein Cousin Hussein, der ebenfalls Mädchen zur sexuellen Ausbeutung zwang, erhielt fast 94.000 Euro für Anwaltskosten.

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Knapp 177.000 Euro – und es könnte noch mehr werden

Insgesamt wurden damit rund 175.000 Euro über das staatliche System der Prozesskostenhilfe finanziert. Doch selbst diese Summe könnte noch steigen.

Denn laut der von GB News zitierten Auskunft sind noch nicht alle Abrechnungen der beteiligten Anwälte eingegangen. Heißt: Die Rechnung für den Steuerzahler ist womöglich noch höher.

„Das ist Wahnsinn“ – Empörung wächst

Für viele Briten ist das kaum zu fassen. Das Argument des Staates: Jeder Angeklagte hat Anspruch auf ein faires Verfahren – unabhängig von der Schwere der Tat.

Doch genau dieses Prinzip sorgt jetzt für Wut. Kritiker sprechen von einem System, das Täter absichert, während Opfer im Stich gelassen werden.

Politischer Sprengstoff

Der Fall trifft auf eine ohnehin explosive Debatte über sogenannte Grooming-Gangs. Seit Jahren steht im Raum, dass Behörden aus Angst vor Rassismus-Vorwürfen zu lange weggesehen haben.

Ein offizieller Bericht bestätigte zuletzt: In mehreren Fällen wurden Probleme nicht konsequent verfolgt – auch weil heikle Fragen, etwa zur Herkunft der Täter, vermieden wurden.

Vertrauen erschüttert

Die britische Regierung hat mittlerweile eine landesweite Untersuchung angekündigt. Doch für viele kommt das zu spät.

Der aktuelle Fall zeigt für Kritiker vor allem eines: Ein Staat, der erst beim Schutz versagt – und danach auch noch die Verteidigung der Täter finanziert, riskiert das Vertrauen seiner Bürger.