Der erst neun Monate alte Bär kommt aus Italien und wurde im Rahmen eines europäischen Zuchtprogramms übersiedelt. Kaum angekommen, zeigt sich das kleine Tier völlig entspannt – und vor allem hungrig: Bambus steht ganz oben auf dem Speiseplan. Für die Tierpfleger ein klares Zeichen: Sie fühlt sich wohl.

Besonders spannend wird es beim Blick ins Gehege: Seit März lebt das Weibchen mit einem Männchen zusammen. Und die Stimmung? Harmonisch! Im Tiergarten wächst deshalb die Hoffnung, dass die beiden schon bald für Nachwuchs sorgen könnten. Angesichts der stark gefährdeten Art wäre das ein wichtiger Erfolg.

Wer die beiden beobachten will, braucht allerdings Geduld und einen Blick nach oben. Rote Pandas halten sich am liebsten in den Bäumen auf, wo sie klettern und ruhen. Dank ihrer scharfen Krallen, behaarten Sohlen und ihres buschigen Schwanzes sind sie perfekt an das Leben in luftiger Höhe angepasst.

Das junge Rote Panda-Weibchen hat sich in Schönbrunn rasch eingelebt.
Das junge Rote Panda-Weibchen hat sich in Schönbrunn rasch eingelebt.

An Kälte angepasst

Auch das Wiener Frühlingswetter kann ihnen nichts anhaben. In ihrer Heimat, den kühlen Bergregionen des Himalaya und Südwestchinas, sind sie deutlich niedrigere Temperaturen gewohnt.

Trotz ihres Namens haben sie übrigens kaum etwas mit den bekannten Großen Pandas gemeinsam. Stattdessen gehören sie zu einer eigenen Tierfamilie und sind näher mit Waschbären verwandt.