Die Verhandlung am Wiener Landesgericht am Dienstag spiegelt die steigende Gewalt in Wien wieder: Nach einem wilden Streit auf der Wiener Donauinsel verlor ein syrischer Flüchtling (27) sein halbes Ohr. Laut Staatsanwaltschaft habe ihm das ein vorbestrafter Landsmann (28) im wilden Gerangel abgebissen. Tatsächlich ist das Opfer somit für sein Leben entstellt, denn Ärzte der Klinik Ottakring konnten nur noch eine Teilamputation des Ohres feststellen.
Flüchtlinge attackieren sich mit Baumstämmen und Klingen
Auslöser für die bei vielen Flüchtlingen typisch, ausufernde Gewalt, dürfte ein niedriger Geldbetrag gewesen sein, der nicht zurückgezahlt wurde. Zur geplanten, friedlichen Aussprache auf der Donauinsel kamen die Kontrahenten nicht alleine, sondern jeweils in Begleitung ihrer Brüder. Dann ging alles ganz schnell, die 4 Flüchtlinge attackierten sich mit Messern, dicken Ästen und Fußtritten. Nach massiven Faustschlägen hätten zwei der Männer Messer gezückt, dann stürzten das spätere Opfer gemeinsam mit dem Angeklagten in die Donau . Dort soll der Angeklagte versucht haben, sein Gegenüber zu ertränken. Während sich das „Opfer“ mit aller Kraft wehrte, biss der Angeklagte ihm offensichtlich fast die Hälfte des rechten Ohrs ab.
Bei Verurteilung droht hohe Strafe
Im ersten Prozess zur Causa, bei dem das Opfer ebenfalls angeklagt war, hatte der Bruder des jetzigen Angeklagten sämtliche Schuld auf sich genommen, was weder der Richter noch die Staatsanwaltschaft glaubten.” Der Geschädigte kam da übrigens mit einem Freispruch davon. Nun kommt es zur Neuauflage des Ohr Gates – wieder ist der Ausgang ungewiss, die Unschuldsvermutung gilt. Und der Angeklagte ist übrigens kein friedlicher Schutzsuchender, sondern ein bereits verurteilter Straftäter. Jetzt droht dem kriminellen Syrer neben einem hohen Strafmaß auch der Widerruf der früheren Strafe.

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