Was als Rücktritt nach öffentlich gewordenen privaten Chat-Nachrichten begann, entwickelt sich nun zu einem handfesten Rechtsstreit: Roland Weißmann, seit März 2026 nicht mehr ORF-Generaldirektor, klagt seinen Ex-Arbeitgeber und will die ausgesprochene Kündigung für ungültig erklären lassen.
Was beim ersten Gerichtstermin passiert
Am 11. August trifft man sich am Arbeits- und Sozialgericht Wien – zunächst zu einer vorbereitenden Verhandlung. Zeugen werden dabei noch nicht befragt. Stattdessen sollen Kläger, Beklagter und Gericht gemeinsam die Sach- und Rechtslage sondieren sowie den weiteren Verfahrensablauf festlegen. Für Weißmann ist das der erste formelle Schritt, um seine Kündigung rechtlich anzufechten.
ORF in der Dauerkrise
Die Affäre trifft den ORF zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt: Ausgerechnet während Österreich den Eurovision Song Contest ausrichtet, hängt der Skandal wie ein Schatten über dem Sender. Interimistisch übernahm Ingrid Thurnher die Führung – eine dauerhafte Lösung an der Spitze steht nach wie vor aus.

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