Der Angriff ereignete sich am Donnerstagmorgen im Bereich des Bahnhofs Winterthur. Ein Mann attackierte dabei offenbar wahllos mehrere Passanten mit einer Stichwaffe. Drei Männer im Alter von 28, 43 und 52 Jahren wurden verletzt, eines der Opfer schwer. Augenzeugen berichteten, der Täter habe während der Attacke „Allahu Akbar“ gerufen. Sicherheitskräfte konnten den Mann schließlich überwältigen und festnehmen.

Behörden sprechen von „Terrorakt“

Zürichs Sicherheitsdirektor Mario Fehr sprach bei einer Pressekonferenz ausdrücklich von einem „Terrorakt“. Der Verdächtige sei polizeibekannt und bereits früher im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen die berüchtigte An’Nur-Moschee in Winterthur aufgefallen. Damals war gegen mehrere Personen wegen Verstößen gegen das IS-Verbot ermittelt worden.

Besonders brisant: Der Mann soll seit Jahren Teil einer jihadistischen Szene im Raum Winterthur und Zürich gewesen sein. Wie der Tages-Anzeiger berichtete, tauchte sein Name immer wieder in Ermittlungsakten zu islamistischen Aktivitäten auf. Demnach bewegte er sich im Umfeld radikaler Prediger und mutmaßlicher IS-Sympathisanten. In Ermittlungen der Bundesanwaltschaft wurde er demnach als Teil einer jihadistischen Zelle beschrieben, die sich regelmäßig zu konspirativen Treffen versammelt haben soll.

Schon als junger Mann soll der Verdächtige offen salafistische Ansichten vertreten haben. Laut Schweizer Medien habe er sich für die Einführung der Scharia ausgesprochen und demokratische Institutionen abgelehnt. Ermittler dokumentierten demnach auch Kontakte zu islamistischer Propaganda sowie den Konsum von Videos und Liedern des sogenannten „Islamischen Staates“.

Wie der SRF berichtete, hatte der Mann noch wenige Tage vor der Tat Kontakt mit der Polizei. Er soll sich mit wirren Aussagen selbst bei den Behörden gemeldet haben, woraufhin eine fürsorgerische Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik angeordnet wurde. Die Unterbringung wurde jedoch kurze Zeit später wieder aufgehoben, nachdem laut ärztlicher Einschätzung keine akute Gefährdung mehr bestanden habe.

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