Tatort soll ein Gemeindebau am Brigittaplatz im 20. Wiener Bezirk sein. Dort sollen sich rund um den 7. Juli schwere Übergriffe ereignet haben. Ermittler sicherten nach eigenen Angaben sogar Blutspuren im Stiegenhaus. Gegen den 15-Jährigen besteht unter anderem der Verdacht der Vergewaltigung.
Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, berichtet die Heute.
Kontrolle, Drohungen und Gewalt
Nach den Schilderungen des Opfers soll der Jugendliche, der zeitweise ihr Freund gewesen sein soll, das Leben der 14-Jährigen zunehmend kontrolliert haben. Er habe bestimmt, welche Kleidung sie tragen durfte und mit wem sie Kontakt haben durfte.
Laut Medienberichten soll es zudem wiederholt zu massiven Drohungen gekommen sein. Dem Mädchen zufolge wurde sie beleidigt, eingeschüchtert und massiv unter Druck gesetzt. Auch zu sexuellen Handlungen soll sie mehrfach gegen ihren Willen gezwungen worden sein.
Als sich die Jugendliche von ihm trennen wollte, soll der Beschuldigte die Situation weiter eskaliert haben. Nach Angaben des Opfers habe er damit gedroht, intime Fotos zu veröffentlichen. Trotz eines bestehenden Kontaktverbots soll er sie zudem über soziale Medien weiterhin verfolgt und kontaktiert haben.
Den Ermittlungen zufolge soll er das Mädchen schließlich sogar dazu gebracht haben, ihr Mobiltelefon aus einem Fenster zu werfen, um mögliche Beweismittel zu vernichten.
Opfer lebt in Krisenzentrum
Die 14-Jährige lebt in einem Krisenzentrum und wird anwaltlich vertreten. Ihre Rechtsvertreterin wollte sich mit Verweis auf das laufende Verfahren nicht zu den Ermittlungen äußern.
Im Zuge des Falls rückt nun auch die Rolle der zuständigen Kinder- und Jugendhilfe in den Fokus. Es wird geprüft, ob ausreichend Schutzmaßnahmen für das Mädchen bestanden und ob mögliche Warnsignale frühzeitig erkannt wurden. Für den 15-jährigen Beschuldigten gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung. Die Staatsanwaltschaft und die Polizei setzen ihre Ermittlungen fort, um die Vorwürfe umfassend aufzuklären.

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