Für Kdolsky war es ein Moment der überwältigenden Erleichterung. Nach dem negativen Befund seien bei ihr die Tränen gekommen. Der Druck der vergangenen Monate fiel von ihr ab.
Testament war bereits gemacht
In der Öffentlichkeit zeigte sich Kdolsky stark und kämpferisch. Sie wollte anderen Betroffenen Mut machen. Doch hinter den Kulissen war die Angst groß.
„Ich hatte eigentlich schon mein Testament gemacht“, sagte sie nun offen. Auch ihr Begräbnis hatte sie bereits geplant. Sie wünschte sich eine Naturbestattung – eine, bei der man, wie sie sagte, „als Blume wieder rauskommt“.
„Ich lebe einfach so gern“
Geholfen hätten ihr Therapie, Disziplin – und ihr Lebenswille. „Ich lebe einfach so gern“, sagte Kdolsky. Besonders erleichtert sei sie nun auch für ihre Freunde. Diese müssten sich jetzt „keine Sorgen um mich mehr machen“.
Die letzte Chemotherapie liegt laut Kdolsky etwas mehr als zwei Wochen zurück. In der Zwischenzeit fühle sie sich wieder wohl. Auch genussvolles Essen sei wieder möglich – nur Schweinsbraten gehe noch nicht. Vor Fleisch grause ihr derzeit.
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Haare wachsen wieder nach
Auch äußerlich kehrt langsam Normalität zurück. Ihre Haare wachsen wieder nach – kurz, grau und, wie Kdolsky sagt, etwas „zerstrudelt“. Stören würde sie das nicht.
„Ich finde, das steht mir“, sagte sie. Der Kampf ums Überleben mache auch uneitel. Entscheidend sei etwas anderes: „Ich bin einfach froh, dass ich am Leben bin.“
Neues Zentrum, neues Buch, neue Kraft
Kdolsky ist bereits wieder voller Pläne. Als Gesundheitsbeauftragte des Landes Burgenland arbeitet sie am Aufbau eines „Maggie’s Centre“ in Oberwart mit. Dazu kommt ein zweites Buch. Danach soll eine Reha folgen.
Von Facebook hat sie sich dagegen verabschiedet. Dort sei ihr zu viel Negativität gewesen. Kdolsky sagt: Sie wolle „alle Energieräuber entfernen“. Nach der schwersten Zeit ihres Lebens zählt für sie jetzt vor allem eines: weiterleben.

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