Anzeigenhagel

Auch die Polizei kennt die Problematik längst. Laut Exekutive gab es heuer bereits 21 Anzeigen im Zusammenhang mit der Einrichtung. Dabei geht es nicht nur um Sachbeschädigungen, sondern auch um Abgängigkeiten und Anstandsverletzungen. Bereits im Vorjahr wurden mehrere Jugendliche als Täter ausgeforscht.

„Jugendliche haben oft schwere Schicksale hinter sich“

SOS-Kinderdorf weist pauschale Verurteilungen jedoch entschieden zurück. Die betreuten Jugendlichen hätten oft schwere Schicksale hinter sich. „Viele von ihnen haben Gewalt, Vernachlässigung, Krisen oder massive Instabilität erlebt“, erklärt ein Sprecher. Ziel sei es, den Jugendlichen mit pädagogischer Betreuung ein selbstständiges Leben zu ermöglichen. „Eine gute Nachbarschaft ist uns dabei ein tiefes Anliegen.“

Grillfest als Vermittlungsmaßnahme

Die Stadt Traiskirchen versucht inzwischen zu vermitteln. Sogar ein gemeinsames Grillfest zwischen Bewohnern und Jugendlichen wurde organisiert, um die Wogen zu glätten. Doch die Sorgen vieler Anrainer bleiben groß. „Wir tun alles, was wir können, um das Zusammenleben zu verbessern“, heißt es aus dem Rathaus.

Qualvolles Warten

Für viele Bewohner ist die Situation dennoch längst zur Belastungsprobe geworden – und die Angst, dass der nächste Zwischenfall nicht lange auf sich warten lässt, fährt in der Nachbarschaft ständig mit.