Laughton hatte seine ehemalige Partnerin, Lindsay Groves, dazu gedrängt, in deren Funktion als Erzieherin in einer Kindertagesstätte in Massachusetts explizite Fotos von Kleinkindern (teilweise erst im Alter von unter 3 Jahren) heimlich während des Toilettengangs oder Windelwechselns aufzunehmen. Die beiden tauschten über 10.000 Textnachrichten aus, in denen sie über den Missbrauch von Kindern chatteten und Fotos für Laughtons sexuelle Befriedigung austauschten. Lindsay Groves war bereits zuvor zu knapp 22 Jahren Haft verurteilt worden.
Verteidigung fordert mildere Strafe wegen Geschlechtsidentität
Die Verteidigung von Laughton forderte eine mildere Strafe von etwa 17 Jahren und begründete dies mit Laughtons Geschlechtsidentität, psychischen Problemen sowie einer Lernbehinderung und versuchte, die Hauptschuld auf seine Ex-Partnerin Lindsay Groves zu lenken. Seine Anwälte verknüpften Laughtons Geschlechtsidentität eng mit seinen psychischen Problemen, argumentierten, dass der Weg zur eigenen Identität sowie gesellschaftliche Ablehnung zu schweren Traumata, Depressionen und einer psychischen Instabilität beigetragen hätten. Die Staatsanwaltschaft hielt dagegen, dass Laughton die treibende Kraft hinter den Taten gewesen sei, und forderte ursprünglich 40 Jahre Haft. Die Behörden und Gerichte nutzten im Verfahren weibliche Pronomen für Laughton.
Laughtons politische Karriere begann mit einem historischen Erfolg: Kurz nach seiner Wahl im Jahr 2012 wurde bekannt, dass Laughton einige Jahre zuvor wegen Kreditkartenbetrugs verurteilt worden war. Er trat daraufhin noch vor seinem Amtsantritt zurück. Nach einer jahrelangen politischen Pause und weiteren rechtlichen Problemen kehrte er schließlich in die Politik zurück: 2020 gelang Laughton der Einzug in das Repräsentantenhaus von New Hampshire, zwei Jahre später folgte die Wiederwahl.
Dieser Beitrag ist ursprünglich auf unserem Partner-Portal NiUS erschienen.

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