Im Studienjahr 2024/25 wurden an öffentlichen Universitäten rund 31.000 ausländische und etwas mehr als 20.000 österreichische Erstzugelassene gezählt. Damit stellen österreichische Studienanfänger bei den Erstzulassungen inzwischen die Minderheit.

Die Statistik erfasst die Staatsangehörigkeit der Studienanfänger, sagt jedoch nichts darüber aus, wie viele internationale Studierende nach ihrem Abschluss dauerhaft in Österreich bleiben oder hier arbeiten.

Offene Fragen nach dem Studienabschluss

Genau diesen Punkt greift Agenda Austria in ihrer Analyse auf. Die Denkfabrik betont, dass die Entwicklung kein Problem an sich sei – vielmehr zeige sie die Attraktivität des Studienstandorts Österreich. Diskutiert werden müsse aber, ob jene Studierenden, die mit öffentlichen Mitteln ausgebildet werden, nach dem Studium auch dem österreichischen Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen.

Verweis auf Medizin-Quoten

Als Beispiel verweist Agenda Austria auf die Einführung der Quotenregelung im Medizinstudium vor rund zwei Jahrzehnten. Damals sollte verhindert werden, dass ein großer Teil der Absolventen Österreich nach dem Studium wieder verlässt und dadurch ein Ärztemangel entsteht.

Studienbeiträge als Reformvorschlag

Neben der Einordnung der Statistik bringt Agenda Austria auch Reformvorschläge für den Hochschulbereich ins Spiel. Die Denkfabrik spricht sich für eine Diskussion über moderate Studienbeiträge aus und argumentiert, dass Österreich bereits hohe Bildungsausgaben habe. Zusätzliche Mittel sollten ihrer Ansicht nach verstärkt in die frühkindliche Bildung fließen.

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