Ein Paukenschlag aus Washington: Der Oberste Gerichtshof der USA hat entschieden, dass Bundesstaaten Trans-Sportlerinnen aus dem Frauen- und Mädchensport an Schulen und Universitäten ausschließen dürfen. Für Donald Trump ist es ein Triumph – prompt feierte er das Urteil auf seiner Plattform, wie die deutsche Wochenzeitung Die Zeit berichtet.
Worum es geht
Konkret ging es um Gesetze aus den Bundestaaten West Virginia und Idaho. Sie schreiben vor, dass Sportteams an öffentlichen Schulen und Hochschulen nach Männern und Frauen getrennt werden müssen. Männliche Schüler dürfen demnach nicht in Mädchenteams antreten. Ähnliche Regelungen gibt es in 25 weiteren US-Bundesstaaten – das Urteil dürfte ihnen allen Rückenwind geben.
Die Richter hoben damit anderslautende Entscheidungen unterer Gerichte auf, die in den Gesetzen eine Diskriminierung von trans Schülerinnen gesehen hatten.
Jubel vor dem Höchstgericht
Nach der Entscheidung brach vor dem Obersten Gerichtshof Jubel aus, wie die Washington Post schreibt. Eine Gruppe in violetten T-Shirts mit der Aufschrift „Girls just want fairness in sports” umarmte sich und sprang vor Freude in die Höhe, eine Frau weinte. Unter den Jubelnden: Macy Charles, frühere NCAA-Volleyballspielerin. Vier Jahre habe sie gegen eine Trans-Athletin gespielt und den Verband vergeblich um eine Regeländerung gebeten. Das Gericht habe nun bestätigt, dass das Geschlecht zähle – „Biologie zählt”, und Frauen seien real.
Die Richter waren nur teils einig
Bemerkenswert: In einem Punkt herrschte Einstimmigkeit. Alle Richter befanden, dass die Gesetze nicht gegen das Bürgerrechtsgesetz Title IX verstoßen, das Diskriminierung im Bildungswesen verbietet.
Gespalten war das Gericht dagegen bei der Frage, ob die Gesetze dem Gleichbehandlungsgrundsatz des 14. Verfassungszusatzes widersprechen. Hier setzten sich die sechs konservativen Richter durch – gegen die drei liberalen Stimmen.
Trumps Dekret als Hintergrund
Der Fall reiht sich in Trumps Kurs ein. Bereits im Februar 2025 hatte der Präsident ein Dekret unterzeichnet, das Trans-Menschen vom Frauensport ausschließen soll – vor allem an Schulen und Hochschulen. Seither drohen Bildungseinrichtungen der Entzug von Bundesmitteln, wenn sie Trans-Athletinnen in Teams zulassen, die nicht ihrem Geburtsgeschlecht entsprechen. Auch beim Zugang zu Umkleideräumen drohen Sanktionen.
Wenige Monate später zog das Nationale Olympische und Paralympische Komitee der USA (USOPC) nach und verwehrte Trans-Frauen faktisch die Teilnahme an olympischen Sportarten – ebenfalls unter Verweis auf Trumps Dekret.

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