Seit April 2026 gelten in Österreich strengere Waffengesetze – höhere Altersgrenzen, härtere psychologische Tests, neue Besitzpflichten. Anlass war unter anderem der Amoklauf in Graz. Die ZIB2 zog gestern Bilanz – und die Zahlen sind ernüchternd. Denn trotz aller Verschärfungen ist die Zahl der registrierten Waffen weiter gestiegen: Von 1,5 Millionen im Jänner 2025 auf 1,55 Millionen im Jänner 2026 und nun auf 1,57 Millionen mit Stand 1. Juni 2026. Auch die Zahl der Besitzer stieg – von 370.000 auf mittlerweile 383.000. Innenminister Gerhard Karner sieht dennoch keinen Handlungsbedarf: „Der Schritt war ein wichtiger, notwendiger und auch zurecht geforderter.” Weitere Verschärfungen plant er nicht.
Was die Reform brachte
Seit November 2025 gibt es einen verbesserten Datenaustausch, seit 28. April 2026 strengere psychologische Tests. Das Mindestalter für Revolver und Pistolen wurde von 21 auf 25 Jahre angehoben, jenes für Langwaffen von 18 auf 21 Jahre. Für viele Langwaffen ist nun eine Waffenbesitzkarte erforderlich, die Kontrollen rund um Schulen und Kindergärten wurden verschärft. Waffenhändler profitieren offenbar von den neuen Regeln – viele Käufer deckten sich noch vor Inkrafttreten ein. Seit April verzeichnen Händler allerdings einen Rückgang.

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