Die Weltgesundheitsorganisation spricht von über sieben Millionen Todesfällen jährlich, darunter auch Millionen Menschen, die unfreiwillig Rauch einatmen. Die EU hat deshalb ein ehrgeiziges Ziel ausgerufen: Bis 2040 soll eine „tabakfreie Generation“ Realität werden.
Radikale Verbote geplant
Auch die Türkei zieht laut dem Medium Hürriyet nun nach – und setzt auf besonders harte Regeln. Ein neuer Gesetzesentwurf sieht umfassende Rauchverbote vor: In Schulen, Krankenhäusern, auf Spielplätzen, Stränden und vielen öffentlichen Orten soll Rauchen künftig tabu sein.
Ab 1. Jänner 2040 soll ein komplettes Verbot für Verkauf, Import und Herstellung von Tabakprodukten in der Türkei eingeführt werden. Unternehmen, die trotz Verbots weiterhin mit Tabakwaren handeln, müssen tief in die Tasche greifen. Strafen von einer bis zu zehn Millionen Türkischen Lira stehen im Raum. Das sind umgerechnet 20.000 bis 200.000 Euro. Selbst in der Gastronomie werden Raucherbereiche stark eingeschränkt.
Für Urlauber wird es jedenfalls keine Ausnahmen geben. Touristen, die beim Rauchen erwischt werden, müssen mit Strafen von bis zu 5.000 rechnen.
Auch Vapes im Visier
Besonders brisant: Die neuen Regeln betreffen nicht nur klassische Zigaretten. Auch E-Zigaretten, Vapes und andere nikotinhaltige Produkte sollen unter die strengeren Vorschriften fallen.
Gerade diese Produkte stehen im Fokus, da sie vor allem bei Jugendlichen immer beliebter werden. Bunte Designs und süße Geschmacksrichtungen machen sie attraktiv – und damit zum Problem für die Behörden.
Zusätzlich sollen Verkauf und Konsum stärker überwacht werden. Verstöße könnten nicht nur Geldstrafen, sondern auch Betriebsschließungen oder sogar Haft nach sich ziehen.

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