Laut Polizei war der Mann mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit in der Stephanie-Endres-Straße unterwegs. Beim Überholen touchierte er einen 18-jährigen E-Scooter-Lenker, der dadurch zu Sturz kam. Statt anzuhalten und Hilfe zu leisten, fuhr der Autofahrer jedoch einfach weiter.
In Bus gekracht, Jeep zu Schrott gefahren
Wenig später nahm die Fahrt ein jähes Ende. Im Marathonweg geriet der Wagen auf eine baulich getrennte Busspur und krachte frontal gegen einen Linienbus. Der Pkw, ein Jeep Compass, wurde so schwer beschädigt, dass er nicht mehr fahrbereit war.Trotz eigener Verletzungen versuchte der 30-Jährige gemeinsam mit drei Mitfahrern zu Fuß zu flüchten. Weit kam er jedoch nicht – die Polizei sprach von einer Fußverletzung, die er beim Crash erlitten hatte. Den Mitfahrern gelang die Flucht. Aufmerksame Passanten hielten den Afghanen bis zum Eintreffen der Polizei fest. Bei der Amtshandlung eskalierte die Situation erneut. Der Verdächtige soll die Beamten beschimpft und bespuckt haben. Dazwischen soll er laut exxpress-Informationen immer wieder eingenickt sein. Dennoch schaffte der 30-Jährige es, einem der Beamten ins Gesicht zu schlagen. Er wurde daraufhin festgenommen.
Unfallopfer hatten riesiges Glück
Ein Alkotest ergab laut Polizei mehr als 1,8 Promille. Der Führerschein wurde dem Mann sofort abgenommen. Der E-Scooter-Lenker sowie der 31-jährige Busfahrer hatten großes Glück, sie wurden leicht verletzt. Der Busfahrer und der Afghane mussten zur weiteren Behandlung in ein Spital gebracht werden – der Buslenker konnte dieses mittlerweile wieder verlassen.
Anzeigen auf freiem Fuß
Dem 30-Jährigen wird einiges vorgeworfen: fahrlässige Körperverletzung, Gefährdung der körperlichen Sicherheit im Straßenverkehr, Fahrerflucht, unterlassener Hilfeleistung, versuchter Widerstand gegen die Staatsgewalt sowie weitere straf- und verkehrsrechtliche Vergehen. Laut Polizei erfolgte die Anzeige auf freiem Fuß – die Diskussionen über das heimische Justizsystem werden nicht abebben.

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