Die Polizei ermittelt bereits gegen einen bislang unbekannten Täter, der teilweise von Überwachungskameras erfasst worden sein soll.

Täter zog in nur wenigen Stunden durch mehrere Straßen

Die Diebstähle ereigneten sich laut Polizei zwischen Sonntag, 23.00 Uhr, und Montag, 4.00 Uhr, im Bereich Neu-Feffernitz im Bezirk Villach-Land.

Ausgangspunkt der Ermittlungen war zunächst eine einzelne Anzeige bei der Polizeiinspektion Feistritz an der Drau. Im Zuge der weiteren Untersuchungen stellte sich jedoch heraus, dass insgesamt elf Personen betroffen sind.

Der Täter hatte es offenbar gezielt auf abgestellte Fahrzeuge abgesehen. Aus mehreren Pkw wurden Bargeld, Parfum sowie ein Führerschein gestohlen. Nach bisherigen Erkenntnissen dürften einige der Fahrzeuge nicht versperrt gewesen sein.

Videoaufnahme zeigt mutmaßlichen Täter

Die Ermittler verfügen inzwischen über eine mögliche Spur. An einem der Tatorte wurde eine verdächtige Person auf einer Videoaufzeichnung festgehalten.

Laut Polizei handelt es sich um einen Mann mit einer Größe von etwa 1,80 Metern. Er trug eine Tarnkappen-Schildmütze, rote Turnschuhe sowie eine dunkle Jacke mit reflektierendem Patch im oberen Bereich.

Zur genauen Schadenssumme konnten die Behörden bislang noch keine Angaben machen. Die Ermittlungen laufen weiter.

Polizei warnt vor Leichtsinn bei Fahrzeugen

Nach den Vorfällen appelliert die Polizei erneut an Fahrzeugbesitzer, keine Wertgegenstände sichtbar im Auto zurückzulassen.

Besonders Bargeld, Dokumente, Kreditkarten, Mobiltelefone, Tablets oder Navigationsgeräte sollten keinesfalls offen im Fahrzeug liegen bleiben. Auch Handschuhfächer gelten laut Polizei nicht als sicherer Aufbewahrungsort.

Zusätzlich wird empfohlen, Fahrzeuge grundsätzlich immer zu versperren – selbst bei kurzen Stopps an Tankstellen. Fenster, Türen, Schiebe- oder Faltdächer sollten vollständig geschlossen werden.

Kärnten verzeichnet zuletzt mehrere spektakuläre Diebstahlsfälle

In Kärnten häuften sich zuletzt mehrere aufsehenerregende Kriminalfälle. Erst im April begann ein Prozess gegen drei Verdächtige, denen vorgeworfen wird, über Jahre hinweg Goldpartikel aus der Halbleiterproduktion des Technologiekonzerns Infineon in Villach gestohlen zu haben.

Die Beschuldigten arbeiteten laut Ermittlungen als Reinigungskräfte für eine Subfirma. Ihre Aufgabe bestand darin, goldhaltige Maschinenteile und Schutzbleche mittels Sandstrahltechnik zu reinigen.

Goldpartikel heimlich vom Firmengelände geschmuggelt

Im Zuge der Ermittlungen stellte sich heraus, dass mit Goldpartikeln belastetes Strahlgranulat sowie Bruchstücke von Maschinenteilen heimlich vom Gelände geschafft worden sein sollen.

Die Materialien wurden laut Anklage in Handschuhen versteckt und am Körper aus dem Werk geschmuggelt. Der entstandene Schaden soll sich auf mehr als 300.000 Euro belaufen. Ausgelöst wurden die Ermittlungen durch einen anonymen Hinweis.