Sieben der Opfer waren demnach die eigenen Kinder des Schützen. Es handelte sich um den folgenschwersten US-Schusswaffenangriff seit mehr als zwei Jahren.

Bordelon sprach von einem Fall häuslicher Gewalt. Die Bluttat habe sich an drei Schauplätzen ereignet, die nun gründlich durchsucht würden. Die Ermittler gingen von einem Einzeltäter aus. Die Polizei identifizierte den Täter als den 31-jährigen Shamar E. Sein Motiv war zunächst unklar.

Vorstrafen, Verletzte und tödliche Verfolgungsjagd

Laut Polizei war E. 2019 in einem Fall mit Schusswaffen festgenommen worden, in dem er ein Geständnis abgelegt habe. Es seien jedoch keine weiteren Fälle von häuslicher Gewalt in seiner Vergangenheit bekannt.

Zwei weitere Menschen wurden nach Polizeiangaben ebenfalls angeschossen. Eine der beiden Frauen, denen in den Kopf geschossen wurde, ist laut dem örtlichen Sender KTBS die Mutter einiger der getöteten Kinder. Außerdem habe sich ein Junge verletzt, als er von einem Dach gesprungen sei. Nach der Tat stahl der Täter ein Auto und lieferte sich eine Verfolgungsjagd mit Polizisten, die schließlich das Feuer auf den Mann eröffneten und ihn töteten.

Louisianas Gouverneur „untröstlich”

Louisianas Gouverneur Jeff Landry erklärte, er sei „untröstlich“ über die Gewalttat. Auch Shreveports Bürgermeister Tom Arceneaux zeigte sich erschüttert und sprach von einem „schrecklichen” Tag für seine Stadt. Mike Johnson, der in Shreveport geborene Sprecher des US-Repräsentantenhauses, der die Region im US-Kongress vertritt, verurteilte den Vorfall im Onlinedienst X als „sinnlose Tragödie”.

Ein AFP-Videoreporter zählte fünf Einschusslöcher in der weißen Tür des kleinen, zweistöckigen Hauses. In der Nähe hatten Trauernde ein halbes Dutzend Blumensträuße niedergelegt.

Waffengewalt ist ein alltägliches Problem in den USA, wo es mehr Schusswaffen als Einwohner gibt. Laut der Organisation „Gun Violence Archive” handelt es sich bei der Tat in der US-Großstadt Shreveport um den folgenschwersten Fall von Waffengewalt in den USA seit dem Tod von acht Menschen in einem Vorort von Chicago im Jänner 2024. Der Organisation zufolge starben im vergangenen Jahr fast 15.000 Menschen in den USA durch Waffen – Suizide nicht eingerechnet.