In der Nacht auf Freitag kam es zu einem Vandalismusakt gegen die Konditorei Zehrer in Klagenfurt. Aktivisten des „Widerstandskollektivs Klagenfurt/Celovec” besprühten die Auslagen mit pinker Kreidefarbe und brachten Protestplakate an – mit Sprüchen wie „Habt ihr den Schuss nicht gehört?!”. Hintergrund ist eine seit Längerem schwelende Debatte um eine Schokolade namens „Negerbrot”. Die Polizei ermittelt, eine Anzeige wurde bereits erstattet. Die Krone berichtete.

Aktivisten filmten ihre Aktion selbst

Das Kollektiv steht offen zu der Aktion und verteidigt sie als „legitimes Mittel”. „Wir tragen Verantwortung, Rassismus zu benennen und zu verurteilen”, erklärt Emily P. (21) vom Widerstandskollektiv. Weitere Protestaktionen seien bereits geplant.

Doch die Aktivisten waren nicht die Einzigen, die filmten: „Wir haben Innenkameras – man sieht zwei Personen, die ab Viertel nach drei etwa zehn Minuten lang unser Schaufenster besprühen”, so die Konditorei. Die Aufnahmen dürften den Ermittlern nun helfen.

Konditorei bleibt hart: „Wir knicken nicht ein"

Die Konditorei lässt sich von der Aktion jedoch nicht unter Druck setzten. Die umstrittene Schokolade bleibt im Sortiment: „Wir lassen uns doch nicht erpressen.” Auch beim Namen will man nicht nachgeben – dieser sei seit jeher gebräuchlich.

Rückendeckung gibt es von vielen Seiten: „Wir bekommen so viele Zuschriften, in denen die Leute uns sagen: Lasst euch ja nicht unterkriegen, nicht einknicken.”