Im Herbst 2025 wurde ein 16-jähriges Mädchen in einem Neuköllner Jugendzentrum von einem 17-jährigen arabischstämmigen Besucher vergewaltigt. Als sie sich an die Mitarbeiter des Jugendclubs wandte, erstatteten diese bewusst keine Anzeige – man wollte laut Tagesspiegel und ZDF-Magazin Frontal „den Ball flach halten”, um keine Vorurteile gegen arabischstämmige Tatverdächtige zu schüren.

Jetzt zeigen neue Recherchen: Das Jugendamt soll zusätzlich die Einschaltung einer bestimmten Polizistin verhindert haben – weil diese zu „hart” zu muslimischen Jugendlichen sei. Mittlerweile ermitteln das Berliner Landeskriminalamt und die Staatsanwaltschaft – auch gegen eine Linken-Politikerin. Apollo News berichtete.

„Die eine Beamtin fand sie zu hart"

Die Koordinatorin des nahegelegenen Mädchenzentrums, Sevil Yildirim, hatte den Fall dem Jugendamt gemeldet und dabei eine Polizistin vorgeschlagen. Die Reaktion der zuständigen Jugendamtsbearbeiterin: Ablehnung. „Die eine Beamtin, die ich vorgeschlagen habe, fand sie zu hart. Sie gehe muslimische Jugendliche sehr hart an”, zitiert Yildirim die Jugendamtsmitarbeiterin.

Anschließend teilte das Jugendamt mit, keine Anzeige erstatten zu wollen. Das Jugendamt selbst behauptet hingegen, das Mädchen sei nicht bereit gewesen, eine Anzeige zu erstatten – man habe nicht gegen ihren Willen handeln wollen. Yildirim entschloss sich daraufhin, selbst zur Polizei zu gehen. Der Vater des Mädchens erstattete zusätzlich Anzeige gegen das Jugendamt und das Jugendzentrum.

Neun Täter, widersprüchliche Aussagen

Der Fall weitete sich im Januar 2026 dramatisch aus. Das Mädchen wandte sich erneut an das Mädchenzentrum – diesmal schilderte es nicht nur die Vergewaltigung im Herbst, sondern auch einen weiteren Vorfall kurz zuvor: Neun männliche Jugendliche arabischer Abstammung sollen sie sexuell angegriffen haben. Seit Bekanntwerden der Vertuschungsvorwürfe verstricken sich die beteiligten Behörden in widersprüchliche Aussagen. Das Neuköllner Jugendamt behauptet, man habe die Anzeige nicht gegen den Willen des Mädchens erstatten wollen. Ermittlungen laufen nun unter anderem gegen die zuständige Linken-Jugendstadträtin Sarah Nagel.