Die groß angelegte Aktion richtete sich gegen mehrere Objekte, darunter das Hauptquartier der Gemeinschaft im Webb House, einem ehemaligen Waisenhaus. Die Gruppe hatte ihren Sitz erst 2021 von Schweden nach England verlegt und lebt dort teils in einer abgeschotteten Gemeinschaftsstruktur.

Eine Frau im Zentrum der Vorwürfe

Ausgangspunkt der Ermittlungen sind mutmaßliche Straftaten aus dem Jahr 2023. Im Fokus steht eine Frau, die damals selbst Mitglied der Gemeinschaft war. Wie GB News berichtete, führten die Vorwürfe nach intensiven Untersuchungen nun zu mehreren Festnahmen.

Die Polizei durchsuchte zeitgleich mehrere Gebäude und sicherte Beweise. Laut The Independent laufen die Ermittlungen auf Hochtouren, während Spezialkräfte mögliche weitere Betroffene identifizieren und befragen.

Vorwürfe gegen die Gemeinschaft

Die Gruppierung steht schon länger in der Kritik. Ehemalige Mitglieder berichten von massivem Druck innerhalb der Gemeinschaft – etwa, Einkommen abzugeben, Eigentum zu verkaufen oder den Kontakt zur Außenwelt stark einzuschränken. Wie die Daily Mail berichtete, weist die Organisation diese Anschuldigungen zurück und betont, es handle sich um eine friedliche religiöse Bewegung.

Insgesamt sollen rund 150 Menschen in der Anlage leben, darunter mehr als 50 Kinder, die innerhalb der Gemeinschaft unterrichtet werden. Während des Einsatzes wurden umfangreiche Schutzmaßnahmen eingeleitet, um die Versorgung und Sicherheit der Bewohner zu gewährleisten.

Polizei beschwichtigt Bevölkerung

Die Ermittler betonen, dass sich das Verfahren nicht gegen die Religion selbst richtet, sondern ausschließlich gegen konkrete Verdachtsfälle. Es bestehe keine Gefahr für die Öffentlichkeit, dennoch wurde die Polizeipräsenz in der Umgebung vorsorglich erhöht.

Die Behörden arbeiten eng mit sozialen Einrichtungen zusammen, um mögliche Opfer zu unterstützen und weitere Hinweise zu prüfen. Die Ermittlungen dauern an.