Der Fall wirft massive Fragen auf. Denn obwohl die Tat bereits Ende 2025 passiert sein soll, wurde die Polizei offenbar erst Wochen später eingeschaltet – und zwar durch den Vater des Opfers. Weder das Jugendzentrum noch das zuständige Amt sollen Anzeige erstattet haben, berichtete RBB.
In der Kritik steht auch Jugendstadträtin Sarah Nagel. Sie spricht von schwerwiegenden Fehlern innerhalb der Behörde, sieht sich aber gleichzeitig selbst politischem Druck ausgesetzt. Gegen sie liegt inzwischen ein Abwahlantrag vor.
Ermittlungen laufen auf Hochtouren
Das Landeskriminalamt und die Staatsanwaltschaft in Berlin untersuchen den Fall. Dabei geht es nicht nur um die mutmaßliche Tat selbst, sondern auch um mögliches Fehlverhalten im Umgang damit.
Im Raum steht der Verdacht, dass der Vorfall bewusst nicht gemeldet wurde, um muslimische Täter nicht zu stigmatisieren, schreibt die Welt. Zusätzlich wurden Ermittlungen wegen möglicher Strafvereitelung eingeleitet. Auch aus der Bevölkerung gingen Hinweise ein, die auf Versäumnisse oder mögliches Fehlverhalten hindeuten. Der betroffene Jugendclub bleibt vorerst geschlossen. Erste Ergebnisse der Untersuchung werden in den kommenden Wochen erwartet.

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