Endlich reagiert die Politik auf die zunehmenden Vergewaltigungen im ganzen Land. Dazu sollen K.o.-Tropfen rechtlich so eingestuft werden wie eine Waffe oder ein gefährliches Werkzeug. Wer diese bei einer Vergewaltigung verwendet, für den gilt jetzt schon eine Mindeststrafe von fünf Jahren Haft.

Tausende Opfer, keine Statistik

Unverständlicherweise wird über die Übergriffe mit Hilfe von K.o. Tropfen nicht Buch geführt. Eine deutschlandweite Polizeistatistik zum Einsatz von Substanzen, die das Opfer vor einem sexuellen Übergriff wehrlos machen sollen, gibt es nicht. In den meisten Fällen wird vermutet, dass die Tropfen in einer Bar oder einem Club heimlich verabreicht wurden. Es gibt aber auch Fälle, in denen Vergewaltigungsopfern von einem Besucher in ihrem eigenen Zuhause K.o.-Tropfen verabreicht wurden. Der deutsche Bundesgerichtshof hatte 2024 entschieden, dass K.o.-Tropfen nicht als “gefährliches Werkzeug” im Sinne des Strafgesetzbuches zu verstehen seien. Die Bundesrechtsanwaltskammer hat in einer Stellungnahme zu dem Entwurf des Bundesjustizministeriums angemerkt, das Ausmaß, in dem im Nachtleben narkotisierende Stoffe heimlich verabreicht würden, werde überschätzt – so der Kurier. Nun wurde das Gesetz endlich zu Gunsten der Opfer geändert.

Was sind K.o. Tropfen eigentlich

K.O.-Tropfen (Knockout-Tropfen) sind in Österreich ein ernstzunehmendes Thema, gegen das mit verstärkter Aufklärung und Präventionskampagnen wie ” Nichts ist OK bei KO Tropfen)  vorgegangen wird. Es handelt sich dabei um verschiedene Substanzen (oft GHB, BGLoder Benzodiazepine), die farb- und geruchlos sind und unbemerkt in Getränke gemischt werden, um Opfer wehrlos zu

K.o.-Tropfen sind "hinterhältig und gefährlich"

”Das ist sexuelle Gewalt in einer besonders schlimmen Form – und sie trifft vor allem Frauen”, sagte die deutsche Verkehrsministerin Stefanie Hubig. Vergewaltigungen unter Einsatz von K.o.-Tropfen seien “besonders hinterhältig und gefährlich”. Die SPD-Politikerin bezeichnet die geplante Reform als Teil einer Gesamtstrategie der Bundesregierung zum besseren Schutz von Frauen. Auch in Österreich sind diese Übergriffe mit K.O. Tropfen ein Problem, man darf gespannt sein wann unsere Politiker nachziehen.

Präventionstipp

Lass dein Getränk niemals unbeaufsichtigt und nimm keine offenen Getränke von Fremden an. In manchen Lokalen gibt es Hilfsangebote wie das K.O.-Tropfen-Armband oder Codewörter (z. B. „Ist Luisa hier?“), um diskret Hilfe beim Personal anzufordern