Die Polizei ermittelt gegen zwei junge Frauen wegen des Verdachts, pornografische Inhalte an Minderjährige verbreitet zu haben. „Es gab mehrere Eltern, die Anzeige erstattet haben“, sagte Polizeisprecherin Anja Leuschner. Es gehe um zwei weibliche Tatverdächtige im Erwachsenenalter.
Die beiden Frauen hatten im Rahmen einer Theaterwoche einen Kurs geleitet. Das Projekt stand unter dem Thema „Mut“. Nach Angaben aus dem Umfeld der Schule stellten sich die Kursleiterinnen als „Paula und Alma“ vor. Bereits am ersten von fünf Tagen wurden sie nach Protesten von Eltern von der Schulleitung aus dem Projekt genommen. Zuerst berichtete die Junge Freiheit.
Männer beim Oralsex
Auslöser waren Inhalte, die im Unterricht gezeigt worden sein sollen. Demnach wurden unter anderem Nahaufnahmen männlicher Geschlechtsteile sowie Darstellungen von Oralsex unter Männern gezeigt. Bilder seien anschließend auch in Elternchats aufgetaucht. In der Gemeinde mit rund 2.500 Einwohnern sorgte der Vorfall für erhebliche Unruhe. Bei einer Gemeinderatssitzung machten Eltern ihrem Ärger öffentlich Luft.
Lehrkräfte waren während der betreffenden Einheiten nicht anwesend. Nach Angaben des sächsischen Landesamts für Schule und Bildung ist es grundsätzlich zulässig, die Aufsicht auf externe pädagogische Kräfte zu übertragen.
Das Projekt war über die Amadeu Antonio Stiftung organisiert worden. Die Stiftung ist politisch eindeutig links verortet, gemeinnützig und wird unter anderem durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ vom Bundesfamilienministerium gefördert.
„Ungeheuerlicher Vorgang“
Die Schule hatte ein entsprechendes Angebot angenommen. Vorab seien Unterlagen zum Projekt eingeholt und geprüft worden, auch Führungszeugnisse der Beteiligten seien unauffällig gewesen.
Nach Bekanntwerden des Vorfalls reagierte die Stiftung und beendete die Zusammenarbeit. Ein Sprecher erklärte, die Förderung sei umgehend gestoppt worden.
Auch politisch folgten Reaktionen. Sachsens Kultusminister Conrad Clemens sprach von einem „ungeheuerlichen Vorgang“. Zugleich betonte er, die Schule habe schnell gehandelt. Die Stiftung müsse sicherstellen, dass sich ein solcher Vorfall nicht wiederhole.
Dieser Beitrag ist ursprünglich auf unserem Partner-Portal NiUS erschienen.

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