Zu Beginn des neuen Jahres hat Papst Leo XIV. zum aktiven Einsatz für den Frieden aufgerufen. Die Welt wird nicht durch Gewalt, Unterdrückung oder das Urteil über andere gerettet, sondern durch unermüdliches Bemühen, alle zu verstehen, zu vergeben, zu befreien und aufzunehmen – ohne Kalkül und ohne Angst, betonte das Oberhaupt der katholischen Kirche in seiner Messe im Petersdom anlässlich des 59. Weltfriedenstags.

“An diesem Tag beten wir alle gemeinsam für den Frieden: zuerst zwischen den Nationen, die von Konflikten und Not blutig gezeichnet sind, aber auch in unseren Häusern, in den Familien, die durch Gewalt und Leid verletzt wurden”, erklärte der Pontifex.

Weltfriedenstag zu Neujahr 1968 eingeführt

Leo XIV. rief dazu auf, das neue Jahr als einen offenen Weg zu betrachten, den es zu entdecken gilt. Der Papst hob besonders die bedingungslose Liebe Gottes hervor, die sich “entwaffnet und entwaffnend, nackt und hilflos wie ein neugeborenes Kind in der Krippe” zeige. Diese Haltung zeige, dass die Rettung der Welt nicht durch Gewalt, Verurteilung oder Unterdrückung geschehe, sondern durch Verständnis, Vergebung, Befreiung und Aufnahme aller Menschen. Abschließend forderte Leo XIV die Gläubigen auf, sich an der Krippe zu versammeln, als Symbol des “entwaffneten Friedens”. So könne man gestärkt in das neue Jahr starten.

Bereits Papst Paul VI. führte den Weltfriedenstag zu Neujahr 1968 ein, um angesichts des Wettrüstens zwischen Ost und West und zahlreicher Kriege den Frieden zu fördern. Seither veröffentlichen die Päpste stets eine besondere Botschaft zu diesem Tag. In der kirchlichen Liturgie wird der 1. Jänner zudem als “Hochfest der Gottesmutter Maria” begangen.