Am Dienstag war der seit Wochen im Flachwasser der Ostseeküste liegende Wal in eine sogenannte Barge bugsiert worden. In dem mit Wasser gefüllten Lastkahn, der vom Schlepper „Fortuna B” gezogen wurde, war das tonnenschwere Tier in den vergangenen Tagen in Richtung Nordsee geschippert. Nach Plänen der privaten Initiative, die für den Transport verantwortlich ist, soll der Wal schließlich ausgesetzt werden. Wo genau dies geschehen soll, stand zunächst nicht fest.
In Dänemark rettet man gestrandete Wale nicht
Sollte das Tier nach der Aktion abermals stranden, würden die dänischen Behörden ihm wohl nicht helfen. Das dänische Umweltministerium teilte der Deutschen Presse-Agentur mit, dass gestrandete Meeressäugetiere grundsätzlich nicht gerettet werden. Strandungen seien „ein natürlich vorkommendes Phänomen” und Wale sollten grundsätzlich „nicht durch menschliches Eingreifen gerettet oder gestört” werden.
Der rund zwölf Meter lange Buckelwal hatte vier Wochen vor der Insel Poel bei Wismar gelegen. Gegen den Rat vieler Wissenschaftler, Fachinstitutionen und Tierschutzorganisationen versuchte die private Initiative seit Mitte April, den Wal zu bergen, um ihn lebend in die Nordsee oder den Atlantik zu bringen.

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