Dem Schiffs-Ortungsdienst Vesselfinder zufolge war das Schiff gegen 04:45 Uhr etwa drei Seemeilen (rund 5,5 Kilometer) südwestlich der dänischen Insel Sejerø unterwegs.
Am Dienstag war es gelungen, den seit Wochen an der Ostseeküste gestrandeten Buckelwal in eine sogenannte Barge zu bugsieren. In diesem mit Wasser gefüllten Lastschiff, das vom Mehrzweckschiff „Fortuna B” gezogen wird, ist das Tier auf dem Weg in Richtung Nordsee. Nach den Plänen der privaten Initiative, die für die Bergung verantwortlich ist, soll der Wal in einer mehrtägigen Aktion um die Nordspitze Dänemarks herum durch das Skagerrak in die Nordsee gebracht und dort ausgesetzt werden.
Dänemark rettet prinzipiell keine gestrandeten Meeressäugetiere
Wie das dänische Umweltministerium der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, werden gestrandete Meeressäugetiere in Dänemark grundsätzlich nicht gerettet. Strandungen seien demnach „ein natürlich vorkommendes Phänomen” und Wale sollten grundsätzlich „nicht durch menschliches Eingreifen gerettet oder gestört” werden. Zu dem konkreten Fall des an der Ostseeküste gestrandeten Buckelwals äußerte sich das Ministerium hingegen nicht.
Der rund zwölf Meter lange und etwa zwölf Tonnen schwere Meeressäuger hatte vier Wochen in der Bucht der Insel Poel festgesteckt. Seit Mitte April versucht die private Initiative gegen den Rat vieler Wissenschaftler, den gestrandeten Wal zu bergen und lebend in die Nordsee oder den Atlantik zu bringen.

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