„Contender“ gilt als außergewöhnliches Exemplar: Der Weiße Hai misst mehr als vier Meter, wiegt rund 770 Kilogramm und wird auf etwa 30 Jahre geschätzt. Damit ist er der größte männliche Weiße Hai, den die Forschungsorganisation OCEARCH bislang im westlichen Nordatlantik mit einem Sender markiert hat.

Jetzt registrierten Wissenschaftler erstmals wieder ein sogenanntes „Z-Ping“. Dieses Signal entsteht, wenn die Rückenflosse des Hais kurz die Wasseroberfläche durchbricht. Zwar lässt sich damit kein exakter Standort bestimmen, doch es zeigt eindeutig: Der Meeresgigant ist wieder aktiv, berichtet Merkur.

Kurs auf beliebte Ferienregionen

Nach Einschätzung der Experten befindet sich „Contender“ auf seiner saisonalen Wanderung Richtung Norden. Ziel dürften die Gewässer vor Cape Cod im US-Bundesstaat Massachusetts sowie die Atlantikküste Kanadas sein.

Gerade Cape Cod zählt zu den bekanntesten Sommerurlaubszielen an der amerikanischen Ostküste. Gleichzeitig ist die Region seit Jahren ein bedeutendes Jagdgebiet für Weiße Haie, die dort vor allem Robben nachstellen.

Trotz der spektakulären Ortung sehen Fachleute keinen Anlass zur Sorge. Weiße Haie ziehen seit Jahrzehnten entlang der Ostküste Nordamerikas. Neu sei lediglich, dass ihre Wanderungen heute mithilfe moderner Satelliten- und Ortungstechnik nahezu in Echtzeit verfolgt werden können.

Die Tiere meiden den Kontakt mit Menschen in der Regel und greifen Badegäste nur äußerst selten an.

Seit 2025 mit Sender unterwegs

„Contender“ wurde am 17. Januar 2025 vor der Küste Floridas von Forschern eingefangen, untersucht und mit einem Satellitensender ausgestattet. Seitdem liefert der Hai immer wieder wertvolle Daten über seine Wanderungen.

Für die Wissenschaft sind diese Informationen von großer Bedeutung. Sie helfen dabei, das Verhalten ausgewachsener Weißer Haie besser zu verstehen und tragen zum Schutz der bedrohten Art bei.

Mit speziellen Tracking-Systemen können Forscher die Bewegungen des Meeresriesen weiterhin verfolgen – auch wenn die Signale nur dann gesendet werden, wenn seine Rückenflosse kurz die Wasseroberfläche durchbricht.