Ob sich die Wiener Festwochen mit der Absage einen Gefallen getan haben, ist mehr als fraglich. Mehrere Parteien, zahlreiche Nutzer in den sozialen Netzwerken sowie Theaterkritiker zeigten sich über die kurzfristige Ausladung des Unternehmers alles andere als erfreut.

So kommentierte etwa Michael Jungwirth, stellvertretender Chefredakteur der Kleinen Zeitung, die Absage auf X:

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Auch Journalist Christian Ortner übte auf X Kritik an der Entscheidung:

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Agenda-Austria-Direktor Franz Schellhorn kritisierte hingegen vor allem den Umgang mit öffentlichen Geldern:

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Reaktionen aus der Politik

Für FPÖ-Kultursprecher Lukas Brucker ist die Causa ein Beleg für das Scheitern der aktuellen Festwochen-Führung. „Die Wiener Festwochen sind unter Milo Rau endgültig zu einer heruntergekommenen linken Agitationsbühne ohne künstlerischen Mehrwert verkommen“, kritisierte er.

Kritik auch von links

Auch der bekannte, eher links verortete Theaterkritiker Jakob Hayner von der Welt geht noch einen Schritt weiter: „Thiel ist keine Krankheit, mit der man sich durch bloße Anwesenheit geistig infiziert. Thiel ist eher das Symptom einer kranken Welt. Wer aber Krankheiten heilen will, darf nicht vor dem Anblick der Symptome zurückschrecken. Klar, man muss Thiel nicht auftreten lassen, um all die Bücher zu lesen oder Podcasts zu hören. Aber man kennt doch seine Pappenheimer: Wenn das ‚Böse‘ nicht wenigstens kurz an der gefühlten Wohnzimmertür klopft, passiert außer der üblichen Nabelschau wieder nichts. In der echten Welt sind Thiel und Big Tech auf dem Vormarsch, und zwar völlig unabhängig von irgendwelchen Kurzbesuchen bei der Theaterblase. Dass die Festwochen vor ihren eigenen Leuten eingeknickt sind, die nicht einmal mehr eine abgeschwächte Dosis zur geistigen Schutzimpfung ertragen können oder wollen, ist ein schlechtes Zeichen.“

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