Die außergewöhnlich hohen Temperaturen haben den Wiener Freibädern einen wahren Besucheransturm beschert. Allein am vergangenen Samstag und Sonntag suchten rund 163.000 Menschen in den städtischen Badeanlagen Abkühlung.

Seit dem Start der Badesaison am 2. Mai wurden damit bereits knapp 850.000 Badegäste registriert. Das entspricht einem Plus von rund 15 Prozent beziehungsweise mehr als 110.000 zusätzlichen Besuchern gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Besonders stark fiel der Andrang am vergangenen Sonntag aus. Mit rund 88.300 Gästen verzeichnete Wien den besucherstärksten Badetag seit dem Ende der Pandemie, wie die zuständige MA 44 mitteilte.

Die meisten Besucher zog es erneut ins Gänsehäufel, das größte Freibad der Bundeshauptstadt. Um den Zugang zu beschleunigen, wurde dort vor Kurzem eine eigene Fast Lane für Besitzer von Saisonkarten eingerichtet. Diese können das Bad über einen separaten Eingang betreten und lange Warteschlangen umgehen.

Überfüllte Bäder: Besucher mussten draußen bleiben

Mit den Rekordtemperaturen stießen jedoch mehrere Freibäder an ihre Kapazitätsgrenzen. Besonders das Brigittenauer Bad war am Sonntag, Berichten von Heute.at zufolge, bereits kurz nach Mittag vollständig ausgelastet. Gegen 12.30 Uhr meldete die Anlage offiziell „derzeit voll‟ und ließ vorübergehend keine weiteren Gäste mehr ein.

Die Stadt empfiehlt deshalb, Freibäder möglichst früh am Morgen oder zu Randzeiten zu besuchen beziehungsweise auf weniger stark frequentierte Anlagen oder Hallenbäder auszuweichen.

Hygienevorfall sorgt zusätzlich für Aufregung

Für Schlagzeilen sorgte am Freitag außerdem ein Zwischenfall im Brigittenauer Bad. Nach Angaben von Badegästen kam es dort am späten Nachmittag zu einer Fäkalienverunreinigung in einem Schwimmbecken.

Das betroffene Becken musste daraufhin umgehend geräumt werden, damit die vorgeschriebenen Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen durchgeführt werden konnten. Wer für die Verunreinigung verantwortlich war, ist bislang nicht bekannt.