Nach Angaben der Arbeiterkammer Kärnten treten Betrüger zunehmend mit Webseiten auf, die den offiziellen Verkaufsplattformen großer Sportverbände zum Verwechseln ähnlich sehen. Die Angebote locken häufig mit besonders günstigen Preisen oder vermeintlich exklusiven Sonderaktionen.
Für Konsumenten kann dies teuer werden. Wer auf einer unseriösen Plattform bestellt, riskiert nicht nur den Verlust seines Geldes, sondern erhält häufig minderwertige Ware oder überhaupt keine Lieferung.
Fehlendes Impressum als erstes Warnsignal
Ein wichtiger Hinweis auf die Seriosität eines Anbieters sei laut Verbraucherschützern das Impressum. Fehlt dieses vollständig oder enthält unvollständige Angaben, sollten Käufer skeptisch werden.
Auch bei Händlern mit Firmensitzen in weit entfernten asiatischen Metropolen sei Vorsicht angebracht. Häufig verbergen sich dahinter Anbieter von Produktfälschungen, deren Ware weder offiziellen Qualitätsstandards entspricht noch den Käufern rechtliche Sicherheit bietet.
Gefälschte Trikots werden zum Milliardenproblem
Das Problem beschränkt sich längst nicht mehr auf einzelne Betrugsfälle in Österreich. In ganz Europa hat sich mittlerweile ein florierender Markt für gefälschte Sportartikel entwickelt.
Umfragen über die IT Boltwise berichtete, deuten darauf hin, dass bereits nahezu jeder fünfte Deutsche mindestens einmal ein Fußballtrikot erworben hat, das möglicherweise kein Originalprodukt war. Besonders häufig betroffen sind jüngere Konsumenten, die verstärkt über Online-Plattformen einkaufen.
Für Hersteller, Händler und Lizenzpartner entstehen dadurch erhebliche wirtschaftliche Schäden. Nach Schätzungen des Amts der Europäischen Union für geistiges Eigentum beläuft sich der jährliche Verlust durch gefälschte Sportartikel auf rund 850 Millionen Euro. Das entspricht etwa elf Prozent des gesamten Branchenumsatzes in diesem Bereich.

Kommentare
Lädt Kommentare...