In exxpress live ging es am Montag heiß her: ORF-Wahl, Spitzengagen und eine Verbal-Attacke von Armin Wolf gegen exxpress-Herausgeberin Eva Schütz. Im Studio: FPÖ-Politiker Wolfgang Kieslich und Jugendforscher Bernhard Heinzlmaier.

„Ist er nervös oder ist er dumm geworden?"

Der Anlass: Kurz vor dem entscheidenden Hearing am Donnerstag bezeichnet ORF-Star Wolf exxpress auf Bluesky als „rassistische Fake News Schleuder”. Kieslich kontert trocken: „Ist der Herr Wolf unheimlich nervös oder ist er auf einmal dumm geworden? Mangelnden Intellekt kann man ihm nicht absprechen – also bleibt nur die Nervosität.” Am Küniglberg, so sein Befund, sei die Anspannung vor der Wahl hoch.

Was Wolf betrifft: „Zuerst denken, dann reden.” Beim ORF-Star habe man das Gefühl, das wird umgekehrt, so Kieslich. Der ORF wundere sich ständig, dass er in der Kritik stehe, und stelle diese Kritik dann gleich als Angriff auf den öffentlich-rechtlichen Rundfunk dar: „Da sind es dann immer die Armen und die Wehleidigen.”

Dass Wolf sich dann ausgerechnet Eva Schütz herausgreife, lässt für Heinzlmaier „tief blicken” – sei sie doch „von der ganzen Partie, die da kandidiert, die harmloseste”. Wie nervös der Küniglberg wirklich ist – und was die beiden Gäste sonst noch über Postenschacher und die Zukunft des Gebührenfunks zu sagen haben:

Moloch, Mega-Gagen und ein Knopf in der Parteizentrale

Den schärfsten Konter gegen Wolf liefert Heinzlmaier auf der sprachlichen Ebene. Wolf werfe dem exxpress vor, den ORF „ständig zu diffamieren” – und genau an diesem Wort setzt der Medienforscher an: „Diffamieren ist ein Wort, wo man sagt, man macht jemanden runter, ohne dass man dafür irgendwo Argumente hat.” Beim exxpress sei das Gegenteil der Fall: „Bei uns geht es ja um Kritik und nicht um Diffamieren, Kritik am ORF.”

Und diese Kritik, betont Heinzlmaier, sei nicht einmal exklusiv: „Es gibt ja sehr viel zu kritisieren in letzter Zeit, und das machen nicht nur wir beim ORF, sondern selbst die sogenannten Mainstream-Medien.” Die Schlagzeilen seien „voll mit dem ORF” – in Sachen Kommunikation, Transparenz und Gehaltsforderungen. Sein Maßstab dabei ist klar: „Ich bin immer ein Fan von einer konkreten Kritik. Wenn man das schon äußert, dann sollte man auch konkrete Beispiele dafür anführen.”

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