Die erste Bluttat ereignete sich in Gersdorf an der Feistritz im Bezirk Weiz. Dort soll ein 64-jähriger Mann seine 59-jährige Ehefrau mit einem Gewehr getötet haben. Die Ermittler gehen derzeit von einem Femizid aus, wie die Kronen Zeitung berichtet.

Tat am Telefon gestanden

Laut Polizei soll der Verdächtige nach der Tat eine nahe Verwandte angerufen und ihr gestanden haben, seine Frau erschossen zu haben. Die Angehörige verständigte daraufhin die Einsatzkräfte. Weil Hinweise auf eine Schusswaffe vorlagen, wurde neben der Polizei auch die Spezialeinheit Cobra alarmiert. Die Tat dürfte sich in einem abgelegenen Bauernhaus im Ortsteil Gschmaier abgespielt haben. Die Leiche der Frau wurde im Haus entdeckt. Der Tatverdächtige ließ sich laut Polizei schließlich widerstandslos festnehmen. „Die Verhandlungsgruppe der Polizei hat mit ihm Kontakt aufgenommen, er hat sich widerstandslos festnehmen lassen“, sagte Polizeisprecher Fritz Grundnig gegenüber der „Krone“. Zum Motiv oder möglichen Hintergründen der Tat machten die Ermittler zunächst keine Angaben. Die Untersuchungen laufen.

Obduktion bringt schockierende Wahrheit ans Licht

Fast zeitgleich wurde auch ein weiterer Fall aus Niederösterreich bekannt. In Kottingbrunn war bereits am 14. Mai eine 28-jährige Frau tot in ihrer Wohnung gefunden worden. Zunächst gingen die Behörden von einem Sturz als Todesursache aus. Erst eine Obduktion brachte nun die dramatische Wendung: Die junge Frau starb durch einen Kopfschuss. Die Ermittlungen wurden inzwischen neu aufgenommen.

Erneut tödliche Gewalt gegen Frauen

Die aktuellen Fälle reihen sich in eine Serie schwerer Gewalttaten gegen Frauen in Österreich ein. Erst Ende April war in der Steiermark eine 35-jährige Frau von ihrem Ehemann erschossen worden. Der Mann soll danach Suizid begangen haben. Auch damals hatte ein Angehöriger die Polizei alarmiert.