Ob Steuergeld für Yogakurse verwendet wird, wollte die FPÖ-Abgeordnete Rosa Ecker mit einer parlamentarischen Anfrage klären. Konkret nahm sie Förderungen für den Verein „SPEKTRUM, Frauen-Familie-Fortbildung“ ins Visier. Anlass waren Kursangebote des Vereins, bei denen Yoga im Rahmen der psychosozialen Betreuung angeboten wird. Das Frauenministerium unter Eva-Maria Holzleitner (SPÖ) weist den Vorwurf jedoch zurück und betont, die Förderungen dienten der Beratung und Unterstützung von Frauen und Mädchen.
In der Anfragebeantwortung hebt das Ministerium hervor, dass Frauen- und Mädchenberatungsstellen einen wesentlichen Beitrag zu Chancengleichheit, Gewaltprävention und Gewaltschutz leisten. Allein im Jahr 2024 seien mehr als 120.000 Frauen und Mädchen beraten worden, mehr als 98 Prozent der Beratungen seien erfolgreich abgeschlossen worden.
98.000 Euro zwischen 2020 und 2024
Aus den veröffentlichten Zahlen geht hervor, dass der Verein SPEKTRUM zwischen 2020 und 2024 Förderungen von insgesamt rund 98.000 Euro erhielt. Die jährlichen Zuschüsse lagen zunächst zwischen 9.600 und 13.674 Euro, bevor sie 2024 auf 55.000 Euro angehoben wurden. Auch für 2025 und 2026 sind jeweils 55.000 Euro vorgesehen. Laut Ministerium fließen die Mittel in das Projekt „Beratung und Bildung für Frauen und Mädchen“.
Werk- oder Dienstleistungsverträge mit dem Verein habe es in den abgefragten Zeiträumen nicht gegeben. Das Ressort verweist zudem darauf, dass sämtliche Förderanträge nach den geltenden Bundesrichtlinien geprüft werden. Nach Abschluss der Förderperiode müssten die Organisationen inhaltliche und finanzielle Berichte vorlegen. Sollten Unregelmäßigkeiten festgestellt werden, könnten Fördermittel auch zurückgefordert werden.
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