Die „Vereinigung für Frauenintegration“ im Wiener Amerlinghaus erhielt seit 2020 insgesamt 237.445 Euro aus dem Frauenministerium. Das geht aus der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage der FPÖ-Abgeordneten Rosa Ecker durch Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner (SPÖ) hervor.
Gefördert wurden Bildungs- und Beratungsangebote für Migrantinnen. Während die Unterstützung im Jahr 2020 noch 16.800 Euro betrug, stieg sie bis 2023 schrittweise auf 20.505 Euro. 2024 folgte ein deutlicher Sprung auf 55.000 Euro. In derselben Höhe wurde die Förderung auch für 2025 und 2026 bewilligt.
Keine manuelle Erhebung
Brisant: Mehrere von der FPÖ verlangte Detailangaben konnte das Ministerium nicht liefern. Für Antrags- und Genehmigungsdaten, den Zeitpunkt abgeschlossener Förderkontrollen sowie die Eigenleistungen des Vereins gebe es keine automatisierte Auswertungsmöglichkeit. Auf eine manuelle Erhebung habe man „aus verwaltungsökonomischen Gründen“ verzichtet.
Auch über Teilnahmen von Vereinsvertretern an Veranstaltungen des Ministeriums sowie umgekehrt liegen keine standardisierten Auswertungen vor. Dasselbe gilt für mögliche Drittmittel des Vereins.
Berichte müssen vorgelegt werden
Das Ministerium betont allerdings, sämtliche Fördernehmer müssten nach Projektende inhaltliche und finanzielle Berichte vorlegen. Diese würden von der zuständigen Fachabteilung geprüft. Bei Unregelmäßigkeiten könnten bereits ausbezahlte Gelder zurückgefordert werden. Werk- oder Dienstleistungsverträge mit dem Verein habe es in den abgefragten Zeiträumen nicht gegeben.

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