Dort, wo noch vor drei Jahren Gemeindebauten standen, sollen bald neue Wohnungen von „Wiener Wohnen“ entstehen. Doch in den verlassenen Gärten der Siedlung Wienerfeld West in Favoriten haben sich in den letzten Jahren Feldhamster angesiedelt. Für die Tiere bedeutet das Bauprojekt nun einen Umzug – organisiert und finanziert von „Wiener Wohnen“, wie Oe24 berichtet.

Luxus für die Nager

Damit die Umsiedlung gelingt, wurde sogar extra ein Landschaftsarchitekturbüro beauftragt. Die Tiere werden mit Lebendfallen eingefangen und auf eine nahegelegene Wiese gebracht. Insgesamt soll die Aktion bis zu 30.000 Euro von öffentlicher Hand kosten.

Franz Schellhorn, der Direktor der wirtschaftsliberalen Denkfabrik Agenda Austria, übt Kritik durch einen Anflug an Sarkasmus. Auf X schreibt er: „Österreich in einer Meldung: Für die Umsiedelung von Feldhamstern von einem Gemeindebau-Grundstück werden 30.000 Steuer-Euro locker gemacht.“

Mit feinem Sarkasmus kritisiert Franz Schellhorn, Leiter der wirtschaftsliberalen Denkfabrik Agenda Austria, den Hamster-Umzug auf Steuerzahlerkosten.
Mit feinem Sarkasmus kritisiert Franz Schellhorn, Leiter der wirtschaftsliberalen Denkfabrik Agenda Austria, den Hamster-Umzug auf Steuerzahlerkosten.

Die Kommentare unter dem Post sind geteilter Meinung. Manche finden die 30.000 Euro Steuergeld gerechtfertigt, denn: die Feldhamster sind vom Aussterben bedroht. Ein X-Nutzer sieht das anders und schreibt: „Das ist die grenzenlose Tierliebe von @BgmLudwig und der @Stadt_Wien. Smiley.“

Sorge um Straßenverkehr

Ganz ohne Risiko ist der Plan nicht. Die neue Fläche liegt in der Nähe der stark befahrenen Laxenburger Straße. Anrainer befürchten, dass die Hamster in ihr altes Revier zurückwandern könnten – mit fatalen Folgen.

Um das zu verhindern, wurden bereits Barrieren und Leitsysteme errichtet. Laut den Verantwortlichen soll das Gebiet zudem laufend überwacht werden. Sollte es Probleme geben, wolle man sofort nachbessern.